Ein saftiger, aromatischer Weihnachtsbraten ist das Herzstück jedes gelungenen Familienessens an den Feiertagen. Um einen unvergesslichen Braten zu zaubern, der alle begeistert, bedarf es der richtigen Fleischwahl, einer sorgfältigen Vorbereitung, der passenden Würzung und natürlich der perfekten Garzeit.
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Die perfekte Fleischwahl für deinen Weihnachtsbraten
Die Wahl des richtigen Fleisches ist der erste und entscheidende Schritt zu einem gelungenen Weihnachtsbraten. Ob klassisch oder ausgefallen, hier sind einige beliebte Optionen:
Klassiker: Der Schweinebraten
Der Schweinebraten ist ein echter Klassiker auf dem Weihnachtstisch. Besonders beliebt sind:
- Schweinebauch: Sorgt für eine knusprige Kruste und saftiges Fleisch.
- Schweinenacken: Ist durchwachsen und bleibt daher besonders zart.
- Schweinelende: Ist mager und edel, sollte aber nicht zu trocken werden.
Achte beim Kauf auf eine gute Qualität des Fleisches. Eine schöne Marmorierung, also feine Fettäderchen im Fleisch, sorgt für mehr Geschmack und Saftigkeit.
Festlich: Der Rinderbraten
Ein Rinderbraten ist etwas Besonderes und eignet sich hervorragend für ein festliches Weihnachtsessen:
- Rinderschulter: Ist preiswert und wird beim Schmoren butterzart.
- Rinderbrust: Braucht lange Garzeiten, belohnt aber mit intensivem Geschmack.
- Filet: Ist das edelste Stück vom Rind und entsprechend teuer. Es gart schnell und bleibt sehr zart.
Beim Rind empfiehlt sich dry-aged Fleisch, das durch die Trockenreifung einen besonders intensiven Geschmack entwickelt hat.
Geflügel: Gans oder Ente
Gans oder Ente sind beliebte Alternativen zum Schweine- oder Rinderbraten. Sie sind etwas aufwendiger in der Zubereitung, aber das Ergebnis ist ein Fest für die Sinne:
- Gans: Ist fetter als Ente, was für eine besonders knusprige Haut und saftiges Fleisch sorgt.
- Ente: Ist etwas magerer als Gans und hat einen intensiven Geschmack.
Achte beim Kauf auf eine gute Qualität des Geflügels. Bio-Gänse und -Enten haben oft einen intensiveren Geschmack und eine bessere Fleischqualität.
Lamm: Für besondere Anlässe
Ein Lammbraten ist eine edle und aromatische Wahl für das Weihnachtsessen. Besonders beliebt sind:
- Lammkeule: Ist ein Klassiker und lässt sich gut zubereiten.
- Lammkarree: Ist ein edles Stück und eignet sich besonders für festliche Anlässe.
Lammfleisch hat einen charakteristischen Geschmack, der gut zu mediterranen Kräutern passt.
Die richtige Vorbereitung: Das A und O für einen saftigen Braten
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für den Erfolg deines Weihnachtsbratens:
Das Fleisch vorbereiten
Nehme das Fleisch rechtzeitig, am besten 1-2 Stunden vor der Zubereitung, aus dem Kühlschrank. So kann es Zimmertemperatur annehmen und gart gleichmäßiger. Tupfe es mit Küchenpapier trocken.
Die Marinade oder Würzmischung
Eine gute Marinade oder Würzmischung verleiht dem Braten zusätzlichen Geschmack. Hier sind einige Ideen:
- Klassische Marinade: Öl, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Salz, Pfeffer
- Asiatische Marinade: Sojasauce, Ingwer, Knoblauch, Honig, Sesamöl
- Mediterrane Marinade: Olivenöl, Zitronensaft, Oregano, Knoblauch, Salz, Pfeffer
Massiere die Marinade oder Würzmischung gut in das Fleisch ein und lasse es am besten über Nacht im Kühlschrank ziehen.
Das Gemüse vorbereiten
Schneide Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie und Lauch in grobe Stücke. Sie dienen als Grundlage für den Bratensaft und geben dem Braten zusätzlichen Geschmack.
Die perfekte Zubereitung: Schritt für Schritt zum Weihnachtsbraten
Die Zubereitung des Weihnachtsbratens ist gar nicht so schwer, wie es scheint. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt er garantiert:
Anbraten für Röstaromen
Erhitze Öl oder Butterschmalz in einem Bräter. Brate das Fleisch von allen Seiten scharf an, damit es Röstaromen entwickelt. Nimm das Fleisch aus dem Bräter und stelle es beiseite.
Gemüse anrösten
Gib das vorbereitete Gemüse in den Bräter und röste es ebenfalls an, bis es Farbe bekommt. Gib eventuell noch Tomatenmark dazu und röste es kurz mit.
Ablöschen und Würzen
Lösche das Gemüse mit Rotwein oder Brühe ab. Gib Gewürze wie Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Pfefferkörner hinzu. Lege das Fleisch auf das Gemüse.
Schmoren im Ofen
Decke den Bräter ab und schmore den Braten im vorgeheizten Ofen. Die Garzeit hängt von der Art und Größe des Fleisches ab. Als Faustregel gilt: Pro Kilogramm Fleisch etwa 1-1,5 Stunden. Die genauen Garzeiten findest du in den jeweiligen Rezepten.
Die Kerntemperatur messen
Die Kerntemperatur ist ein guter Indikator dafür, ob der Braten gar ist. Stecke ein Bratenthermometer in die dickste Stelle des Fleisches, ohne dabei einen Knochen zu berühren. Die ideale Kerntemperatur hängt von der Art des Fleisches ab:
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- Schweinebraten: 75-80°C
- Rinderbraten: 55-60°C (medium rare), 60-65°C (medium), 65-70°C (well done)
- Gans/Ente: 80-85°C
- Lammbraten: 60-65°C (rosa), 70-75°C (durchgebraten)
Ruhezeit für den Braten
Nimm den Braten aus dem Ofen und lasse ihn vor dem Anschneiden etwa 10-15 Minuten ruhen. So können sich die Fleischsäfte verteilen und der Braten bleibt saftiger. Decke ihn während der Ruhezeit mit Alufolie ab.
Die Soße zubereiten
Während der Braten ruht, kannst du die Soße zubereiten. Gieße den Bratensaft durch ein Sieb in einen Topf. Koche ihn ein und schmecke ihn mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Sahne oder Crème fraîche ab. Binde die Soße bei Bedarf mit etwas Speisestärke oder Mehlschwitze.
Anrichten und Servieren
Schneide den Braten in Scheiben und richte ihn auf einer Platte an. Gieße die Soße darüber und serviere den Braten mit Beilagen deiner Wahl, wie Kartoffelklößen, Rotkohl oder Rosenkohl.
Die perfekte Kruste: So wird sie knusprig
Eine knusprige Kruste ist das i-Tüpfelchen auf jedem Weihnachtsbraten. Hier sind einige Tipps, wie sie gelingt:
- Schwarte einschneiden: Schneide die Schwarte des Schweinebratens rautenförmig ein. So kann das Fett besser austreten und die Kruste wird knuspriger.
- Mit Salz einreiben: Reibe die Schwarte vor dem Braten mit grobem Salz ein. Das entzieht Feuchtigkeit und fördert die Krustenbildung.
- Ofentemperatur erhöhen: Erhöhe die Ofentemperatur in den letzten 15-20 Minuten der Garzeit auf 220-240°C. Beobachte den Braten dabei genau, damit die Kruste nicht verbrennt.
- Grillfunktion: Schalte in den letzten Minuten die Grillfunktion des Ofens ein. So wird die Kruste besonders knusprig.
Die richtige Soße: Das Tüpfelchen auf dem „i“
Eine leckere Soße rundet den Weihnachtsbraten perfekt ab. Hier sind einige Ideen für verschiedene Soßen:
- Klassische Bratensoße: Aus dem Bratensaft, Rotwein oder Brühe, Gewürzen und etwas Sahne oder Crème fraîche.
- Pilzrahmsoße: Mit frischen oder getrockneten Pilzen, Sahne und Kräutern.
- Preiselbeersoße: Mit Preiselbeeren, Rotwein, Zucker und Gewürzen.
- Orangensoße: Mit Orangensaft, Orangenschalen, Zucker und Gewürzen.
Beilagen, die begeistern
Die richtigen Beilagen machen den Weihnachtsbraten zu einem unvergesslichen Festmahl. Hier sind einige beliebte Optionen:
- Kartoffelklöße: Ein Klassiker, der einfach dazugehört.
- Rotkohl: Süß-sauer und aromatisch.
- Rosenkohl: Mit Speck und Butter verfeinert.
- Serviettenknödel: Eine leckere Alternative zu Kartoffelklößen.
- Apfelrotkohl: Eine fruchtige Variante des klassischen Rotkohls.
Weinempfehlungen für deinen Weihnachtsbraten
Der richtige Wein unterstreicht den Geschmack deines Weihnachtsbratens. Hier sind einige Empfehlungen:
- Zum Schweinebraten: Ein kräftiger Rotwein, z.B. ein Spätburgunder oder ein Merlot.
- Zum Rinderbraten: Ein edler Rotwein, z.B. ein Cabernet Sauvignon oder ein Barolo.
- Zu Gans oder Ente: Ein halbtrockener Weißwein, z.B. ein Riesling oder ein Gewürztraminer.
- Zum Lammbraten: Ein kräftiger Rotwein, z.B. ein Bordeaux oder ein Rioja.
FAQ – Häufige Fragen zum Thema Weihnachtsbraten
Wie lange vorher sollte ich das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen?
Das Fleisch sollte idealerweise 1-2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen werden, damit es Zimmertemperatur annehmen kann. Dies sorgt für ein gleichmäßigeres Garen.
Welche Kerntemperatur ist die richtige für meinen Braten?
Die ideale Kerntemperatur hängt von der Art des Fleisches ab. Schweinebraten sollte 75-80°C, Rinderbraten 55-70°C (je nach gewünschtem Gargrad), Gans/Ente 80-85°C und Lammbraten 60-75°C erreichen.
Wie bekomme ich eine knusprige Kruste beim Schweinebraten?
Schneide die Schwarte rautenförmig ein, reibe sie mit grobem Salz ein und erhöhe die Ofentemperatur in den letzten 15-20 Minuten der Garzeit auf 220-240°C oder schalte die Grillfunktion ein.
Kann ich den Braten auch im Schnellkochtopf zubereiten?
Ja, das ist möglich. Die Garzeit verkürzt sich dadurch deutlich. Beachte aber, dass die Kruste nicht so knusprig wird wie im Ofen. Orientiere dich an den Angaben des Schnellkochtopf-Herstellers.
Wie mache ich eine leckere Soße zum Braten?
Gieße den Bratensaft durch ein Sieb in einen Topf, koche ihn ein und schmecke ihn mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Sahne oder Crème fraîche ab. Binde die Soße bei Bedarf mit etwas Speisestärke oder Mehlschwitze.
Welches Gemüse eignet sich am besten als Basis für den Bratensaft?
Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie und Lauch eignen sich hervorragend als Basis für den Bratensaft. Sie geben dem Braten und der Soße zusätzlichen Geschmack.
Kann ich den Braten auch vorbereiten und am nächsten Tag fertig garen?
Ja, das ist möglich. Du kannst das Fleisch am Vortag marinieren und das Gemüse vorbereiten. Am nächsten Tag brätst du das Fleisch an und garst es im Ofen.
Welche Beilagen passen am besten zum Weihnachtsbraten?
Beliebte Beilagen sind Kartoffelklöße, Rotkohl, Rosenkohl, Serviettenknödel und Apfelrotkohl.
Welchen Wein sollte ich zum Weihnachtsbraten servieren?
Die Weinempfehlung hängt von der Art des Fleisches ab. Zum Schweinebraten passt ein kräftiger Rotwein, zum Rinderbraten ein edler Rotwein, zu Gans oder Ente ein halbtrockener Weißwein und zum Lammbraten ein kräftiger Rotwein.
Wie lange kann ich den fertigen Braten im Kühlschrank aufbewahren?
Der fertige Braten kann im Kühlschrank bis zu 3 Tage aufbewahrt werden. Achte darauf, ihn gut verpackt zu lagern.