Der perfekte Weihnachtsbraten für viele Gäste gelingt durch sorgfältige Planung, die Wahl des richtigen Fleisches, eine aromatische Marinade oder Würzung, die passende Garzeit und die richtige Technik, um das Fleisch saftig und zart zu halten. Mit unseren Tipps und Tricks wird Ihr Weihnachtsessen zum unvergesslichen Festmahl!
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Die Vorbereitung: Das A und O für einen stressfreien Weihnachtsabend
Ein festliches Weihnachtsessen mit Familie und Freunden ist etwas ganz Besonderes. Doch gerade wenn viele Gäste erwartet werden, kann die Zubereitung des Weihnachtsbratens zur Herausforderung werden. Keine Sorge, mit der richtigen Vorbereitung und Planung wird Ihr Weihnachtsbraten zum vollen Erfolg und Sie können die Feiertage entspannt genießen.
Die Gästeliste und die Fleischmenge
Bevor Sie überhaupt ans Kochen denken, sollten Sie Ihre Gästeliste festlegen. Nur so können Sie die benötigte Menge an Fleisch realistisch einschätzen. Als Faustregel gilt: Rechnen Sie pro Person mit etwa 200-250 Gramm rohem Fleisch. Wenn Sie Beilagen wie Knödel oder Kartoffeln anbieten, kann die Fleischmenge etwas reduziert werden. Bedenken Sie auch, ob Sie Kinder unter Ihren Gästen haben, die möglicherweise weniger essen.
Unser Tipp: Lieber etwas mehr Fleisch kaufen, als zu wenig. Reste lassen sich hervorragend am nächsten Tag verwerten, zum Beispiel als Belag für Sandwiches oder als Einlage für eine deftige Suppe.
Die Wahl des richtigen Fleisches: Welcher Braten darf es sein?
Die Wahl des Fleisches ist entscheidend für den Geschmack und die Konsistenz Ihres Weihnachtsbratens. Klassiker sind natürlich der Schweinebraten, der Rinderbraten oder die Weihnachtsgans. Aber auch ein Lammbraten oder ein gefüllter Truthahn können eine festliche Alternative sein.
Schweinebraten: Der Schweinebraten ist ein echter Allrounder und bei vielen Familien sehr beliebt. Besonders gut eignet sich Fleisch aus der Schulter oder dem Nacken, da es schön durchwachsen ist und dadurch besonders saftig wird. Achten Sie beim Kauf auf eine schöne Schwarte, die später knusprig gebraten werden kann.
Rinderbraten: Ein Rinderbraten ist etwas edler und festlicher. Hierfür eignen sich Stücke aus der Keule, der Oberschale oder der Hüfte. Für einen besonders zarten Braten empfiehlt sich die Verwendung von Roastbeef oder Filet, allerdings sind diese Stücke auch etwas teurer.
Weihnachtsgans: Die Weihnachtsgans ist der Klassiker schlechthin. Sie ist zwar etwas aufwendiger in der Zubereitung, aber der Geschmack ist unvergleichlich. Achten Sie beim Kauf auf eine gute Qualität und lassen Sie sich vom Geflügelhändler beraten.
Lammbraten: Ein Lammbraten ist eine tolle Alternative zu den üblichen Braten. Er ist zart und aromatisch und lässt sich wunderbar mit Kräutern und Knoblauch verfeinern. Besonders gut eignet sich die Lammkeule oder die Lammkrone.
Gefüllter Truthahn: Ein gefüllter Truthahn ist ein echter Hingucker auf dem Weihnachtstisch. Er ist zwar etwas aufwendiger in der Zubereitung, aber er bietet auch viel Spielraum für kreative Füllungen. Ob mit Hackfleisch, Brot, Gemüse oder Trockenfrüchten – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten: Egal für welches Fleisch Sie sich entscheiden, achten Sie auf eine gute Qualität. Kaufen Sie am besten beim Metzger Ihres Vertrauens oder direkt beim Bauern. Das Fleisch sollte eine schöne Farbe haben, nicht riechen und eine gute Marmorierung aufweisen. Eine gute Marmorierung sorgt dafür, dass das Fleisch saftig und zart wird.
Die richtige Vorbereitung des Fleisches: Marinieren, Würzen, Füllen
Die richtige Vorbereitung des Fleisches ist entscheidend für den Geschmack Ihres Weihnachtsbratens. Je nach Art des Fleisches können Sie es marinieren, würzen oder füllen.
Marinieren: Eine Marinade sorgt dafür, dass das Fleisch zarter wird und einen intensiveren Geschmack erhält. Für eine Marinade können Sie Öl, Essig, Wein, Kräuter, Gewürze und Knoblauch verwenden. Das Fleisch sollte mindestens 2-3 Stunden, besser noch über Nacht in der Marinade ziehen.
Würzen: Auch ohne Marinade können Sie Ihrem Weihnachtsbraten einen besonderen Geschmack verleihen. Verwenden Sie dafür frische oder getrocknete Kräuter, Gewürze wie Pfeffer, Salz, Paprika, Kümmel, Majoran und Knoblauch. Reiben Sie das Fleisch großzügig mit den Gewürzen ein und lassen Sie es vor dem Braten etwas ziehen.
Füllen: Ein gefüllter Braten ist ein echter Hingucker und schmeckt besonders lecker. Für die Füllung können Sie Hackfleisch, Brot, Gemüse, Trockenfrüchte, Nüsse oder Pilze verwenden. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Achten Sie darauf, die Füllung gut zu würzen und sie nicht zu fest zu stopfen, da sie sich beim Braten noch ausdehnt.
Die Zubereitung: So gelingt der perfekte Weihnachtsbraten
Nach der Vorbereitung kommt der wichtigste Teil: die Zubereitung des Weihnachtsbratens. Hier gilt es, einige wichtige Punkte zu beachten, damit das Fleisch saftig und zart wird und die Kruste knusprig.
Die richtige Temperatur: Niedrig oder Hoch?
Die richtige Temperatur ist entscheidend für das Ergebnis Ihres Weihnachtsbratens. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Braten bei niedriger Temperatur oder Braten bei hoher Temperatur.
Braten bei niedriger Temperatur: Beim Braten bei niedriger Temperatur (ca. 80-120 Grad Celsius) wird das Fleisch besonders zart und saftig. Allerdings dauert der Garprozess auch länger. Diese Methode eignet sich besonders gut für große Bratenstücke, wie zum Beispiel einen Rinderbraten oder eine Weihnachtsgans.
Braten bei hoher Temperatur: Beim Braten bei hoher Temperatur (ca. 180-200 Grad Celsius) wird das Fleisch schneller gar und bekommt eine schöne Kruste. Allerdings kann es auch schnell trocken werden. Diese Methode eignet sich gut für kleinere Bratenstücke, wie zum Beispiel einen Schweinebraten oder einen Lammbraten.
Unser Tipp: Verwenden Sie ein Bratenthermometer, um die Kerntemperatur des Fleisches zu kontrollieren. So können Sie sicherstellen, dass der Braten genau auf den Punkt gegart ist.
Die richtige Garzeit: Wie lange muss der Braten in den Ofen?
Die Garzeit hängt von der Art des Fleisches, der Größe des Bratenstücks und der gewählten Temperatur ab. Als Faustregel gilt: Rechnen Sie pro Kilogramm Fleisch mit etwa 1-1,5 Stunden Garzeit bei niedriger Temperatur und mit etwa 45-60 Minuten Garzeit bei hoher Temperatur.
Kerntemperaturen:
| Fleischart | Kerntemperatur |
|---|---|
| Schweinebraten | 75-80 Grad Celsius |
| Rinderbraten (rosa) | 55-60 Grad Celsius |
| Rinderbraten (medium) | 60-65 Grad Celsius |
| Rinderbraten (durch) | 70-75 Grad Celsius |
| Weihnachtsgans | 80-85 Grad Celsius |
| Lammbraten | 60-65 Grad Celsius |
Unser Tipp: Lassen Sie den Braten nach dem Garen noch etwa 10-15 Minuten ruhen, bevor Sie ihn anschneiden. So können sich die Fleischsäfte wieder verteilen und der Braten bleibt saftiger.
Die richtige Technik: So bleibt der Braten saftig und zart
Damit Ihr Weihnachtsbraten saftig und zart wird, gibt es einige Tricks, die Sie anwenden können:
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Anbraten: Braten Sie das Fleisch vor dem Garen im Ofen in einer heißen Pfanne von allen Seiten an. Dadurch bilden sich Röstaromen und das Fleisch bleibt saftiger.
Mit Flüssigkeit übergießen: Übergießen Sie das Fleisch während des Garens regelmäßig mit Bratensaft, Brühe oder Wein. Dadurch wird es saftiger und bekommt eine schöne Farbe.
Mit Speck belegen: Belegen Sie das Fleisch mit Speckscheiben. Der Speck schützt das Fleisch vor dem Austrocknen und gibt ihm zusätzlich Geschmack.
Im Bratschlauch oder Römertopf garen: Das Garen im Bratschlauch oder Römertopf sorgt dafür, dass das Fleisch besonders saftig und aromatisch wird.
Die Kruste: So wird sie knusprig
Eine knusprige Kruste ist das i-Tüpfelchen auf jedem Weihnachtsbraten. Hier sind einige Tipps, wie Sie eine perfekte Kruste erzielen:
Schwarte einschneiden: Schneiden Sie die Schwarte des Schweinebratens vor dem Braten rautenförmig ein. Dadurch kann die Hitze besser eindringen und die Schwarte wird knuspriger.
Mit Salzwasser bestreichen: Bestreichen Sie die Schwarte während des Bratens regelmäßig mit Salzwasser. Dadurch wird sie besonders knusprig.
Grillfunktion nutzen: Schalten Sie kurz vor Ende der Garzeit die Grillfunktion des Ofens ein. Dadurch wird die Kruste besonders knusprig und bekommt eine schöne Farbe. Aber Vorsicht, verbrennen Sie die Kruste nicht!
Die Soße: Das Tüpfelchen auf dem i
Eine leckere Soße rundet den Weihnachtsbraten perfekt ab. Sie können die Soße entweder aus dem Bratensaft zubereiten oder eine separate Soße kochen.
Soße aus Bratensaft zubereiten
Um eine Soße aus dem Bratensaft zuzubereiten, gießen Sie den Bratensaft nach dem Garen des Fleisches in einen Topf. Geben Sie etwas Brühe, Wein oder Wasser hinzu und lassen Sie die Soße einköcheln. Binden Sie die Soße mit etwas Speisestärke oder Mehlbutter ab und schmecken Sie sie mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zucker oder Honig ab. Verfeinern Sie die Soße mit Kräutern, Gewürzen oder einem Schuss Sahne.
Separate Soße zubereiten
Für eine separate Soße können Sie Gemüse wie Zwiebeln, Karotten und Sellerie in etwas Öl anbraten. Geben Sie Tomatenmark hinzu und rösten Sie es kurz mit. Löschen Sie das Gemüse mit Brühe, Wein oder Wasser ab und lassen Sie die Soße einköcheln. Pürieren Sie die Soße und passieren Sie sie durch ein Sieb. Binden Sie die Soße mit etwas Speisestärke oder Mehlbutter ab und schmecken Sie sie mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zucker oder Honig ab. Verfeinern Sie die Soße mit Kräutern, Gewürzen oder einem Schuss Sahne.
FAQ – Häufige Fragen rund um den Weihnachtsbraten
Wie lange vorher sollte ich den Braten aus dem Kühlschrank nehmen?
Nehmen Sie den Braten etwa 1-2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank, damit er Zimmertemperatur annehmen kann. So gart er gleichmäßiger.
Kann ich den Braten auch schon am Vortag vorbereiten?
Ja, Sie können den Braten am Vortag vorbereiten, indem Sie ihn marinieren oder würzen. Lagern Sie ihn dann abgedeckt im Kühlschrank. Die Füllung eines gefüllten Bratens sollte jedoch erst kurz vor dem Braten eingefüllt werden.
Wie verhindere ich, dass der Braten austrocknet?
Um zu verhindern, dass der Braten austrocknet, sollten Sie ihn regelmäßig mit Bratensaft, Brühe oder Wein übergießen. Auch das Garen im Bratschlauch oder Römertopf hilft, das Fleisch saftig zu halten.
Welche Beilagen passen gut zum Weihnachtsbraten?
Klassische Beilagen zum Weihnachtsbraten sind Kartoffelknödel, Semmelknödel, Rotkohl, Rosenkohl, grüne Bohnen, Kartoffeln, Klöße und Preiselbeeren.
Kann ich den Braten auch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, der Braten kann auch im Slow Cooker zubereitet werden. Dies ist eine besonders schonende Methode, die das Fleisch sehr zart macht. Die Garzeit beträgt in der Regel 6-8 Stunden bei niedriger Stufe.
Wie schneide ich den Braten richtig an?
Schneiden Sie den Braten immer quer zur Faser an. Verwenden Sie ein scharfes Messer, um saubere Scheiben zu erhalten.
Was mache ich mit dem restlichen Braten?
Restlichen Braten können Sie vielseitig verwenden. Er eignet sich als Belag für Sandwiches, als Einlage für Suppen und Eintöpfe oder als Zutat für Salate.
Kann ich den Braten auch einfrieren?
Ja, Sie können den Braten auch einfrieren. Lassen Sie ihn vor dem Einfrieren vollständig abkühlen und verpacken Sie ihn luftdicht. Im Gefrierschrank hält er sich etwa 2-3 Monate.
Wie taue ich den Braten richtig auf?
Tauen Sie den Braten langsam im Kühlschrank auf. Dies dauert in der Regel 24-48 Stunden. Der aufgetaute Braten sollte innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.
Wie mache ich die Soße vegan?
Für eine vegane Soße können Sie anstelle von Brühe Gemüsebrühe verwenden und die Soße mit pflanzlicher Sahne verfeinern. Auch die Bindung kann mit Speisestärke oder Mehl erfolgen.