Wie kocht man Hirschbraten zu Weihnachten?

Wie kocht man Hirschbraten zu Weihnachten?

Der perfekte Hirschbraten zu Weihnachten gelingt durch sorgfältige Vorbereitung, die richtige Marinade, schonendes Anbraten und langsames Schmoren im Ofen, begleitet von aromatischen Gewürzen und frischen Kräutern. So zaubern Sie ein unvergessliches Festtagsmahl, das Ihre Familie und Gäste begeistern wird.

Weihnachten steht vor der Tür, und was könnte festlicher sein als ein saftiger, aromatischer Hirschbraten? Der Duft von Wild, Gewürzen und Tannengrün erfüllt das Haus, während draußen leise der Schnee fällt. Ein Hirschbraten ist mehr als nur ein Gericht; er ist ein Erlebnis, eine Tradition, ein Stück Weihnachten zum Genießen und Erinnern.

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Die Auswahl des perfekten Hirschbratens

Die Qualität des Hirschbratens ist entscheidend für den Geschmack und die Zartheit des fertigen Gerichts. Achten Sie beim Kauf auf folgende Punkte:

  • Herkunft: Bevorzugen Sie Fleisch aus der Region oder von Jägern Ihres Vertrauens. So können Sie sicher sein, dass das Tier artgerecht gelebt hat und das Fleisch frisch ist.
  • Farbe: Das Fleisch sollte eine tiefrote Farbe haben, die auf eine gute Reifung hinweist.
  • Marmorierung: Eine feine Marmorierung mit Fett sorgt für Saftigkeit und Geschmack.
  • Geruch: Das Fleisch sollte angenehm nach Wild riechen, ohne unangenehme Noten.
  • Stück: Für einen Braten eignen sich besonders die Keule, der Rücken oder die Schulter. Die Keule ist etwas magerer, der Rücken zarter und die Schulter aromatisch, benötigt aber eine längere Garzeit.

Sprechen Sie mit Ihrem Metzger oder Jäger. Er kann Sie beraten und Ihnen das passende Stück Fleisch empfehlen.

Vorbereitung ist alles: Das A und O für einen zarten Hirschbraten

Bevor es ans Kochen geht, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. Dazu gehört:

  • Das Parieren: Entfernen Sie Sehnen und Silberhaut vom Fleisch. Das verhindert, dass sich der Braten beim Garen verzieht und sorgt für eine zartere Textur.
  • Das Wässern: Wässern Sie den Braten für 12-24 Stunden in kaltem Wasser, um ihm eventuelle unangenehme Aromen zu entziehen. Wechseln Sie das Wasser mehrmals.
  • Die Marinade: Die Marinade ist das Geheimnis eines besonders aromatischen und zarten Hirschbratens.

Die Magie der Marinade: Aromen, die verzaubern

Die Marinade ist weit mehr als nur eine Flüssigkeit, in der das Fleisch eingelegt wird. Sie ist ein Bad der Aromen, das den Hirschbraten verfeinert, zarter macht und ihm eine unvergleichliche Geschmacksnote verleiht. Hier sind einige Ideen für Ihre perfekte Marinade:

  • Rotweinmarinade: Klassisch und elegant. Kombinieren Sie kräftigen Rotwein (z.B. Cabernet Sauvignon oder Merlot) mit Wacholderbeeren, Pfefferkörnern, Lorbeerblättern, Zwiebeln, Knoblauch und etwas Balsamico-Essig.
  • Buttermilchmarinade: Macht das Fleisch besonders zart. Die Säure der Buttermilch bricht die Fasern auf und sorgt für ein saftiges Ergebnis. Verfeinern Sie die Buttermilch mit Kräutern wie Thymian, Rosmarin und Salbei.
  • Preiselbeermarinade: Für eine fruchtige Note. Mischen Sie Preiselbeerkonfitüre mit Rotwein, Orangenabrieb, Zimt und Sternanis.

Lassen Sie den Hirschbraten mindestens 24 Stunden, besser noch 48 Stunden in der Marinade ziehen. Wenden Sie ihn dabei mehrmals, damit er gleichmäßig von den Aromen durchdrungen wird.

Die Zutatenliste für den perfekten Hirschbraten

Neben dem Hirschbraten selbst benötigen Sie folgende Zutaten:

  • Gemüse: Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie und Lauch bilden die Grundlage für eine aromatische Soße.
  • Zwiebeln und Knoblauch: Dürfen in keiner guten Bratensoße fehlen.
  • Gewürze: Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Thymian, Rosmarin, Salbei, Zimt, Sternanis – je nach Geschmack und Marinade.
  • Flüssigkeit: Rotwein, Wildfond oder Brühe zum Ablöschen und Schmoren.
  • Öl oder Butterschmalz: Zum Anbraten des Fleisches.
  • Preiselbeeren, Wildpreiselbeeren oder Apfelmus: Als klassische Beilage.

Schritt für Schritt zum Festtagsbraten: Die Zubereitung

Nach der Vorbereitung kommt der entscheidende Moment: die Zubereitung des Hirschbratens. Folgen Sie dieser Anleitung, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen:

  1. Anbraten: Nehmen Sie den Braten aus der Marinade und tupfen Sie ihn trocken. Erhitzen Sie Öl oder Butterschmalz in einem Bräter und braten Sie das Fleisch von allen Seiten scharf an, bis es eine schöne Kruste hat. Das Anbraten sorgt für Röstaromen und verhindert, dass der Braten beim Schmoren austrocknet.
  2. Gemüse anbraten: Geben Sie das gewürfelte Gemüse in den Bräter und braten Sie es ebenfalls an, bis es Farbe bekommt.
  3. Ablöschen: Löschen Sie das Gemüse mit Rotwein oder Wildfond ab und lassen Sie die Flüssigkeit etwas einkochen.
  4. Würzen: Geben Sie die Gewürze hinzu und legen Sie den Braten auf das Gemüse.
  5. Schmoren: Schließen Sie den Bräter und stellen Sie ihn in den vorgeheizten Ofen. Die Garzeit hängt von der Größe des Bratens ab. Rechnen Sie mit etwa 2-3 Stunden bei 160°C (Ober-/Unterhitze).
  6. Kontrolle: Überprüfen Sie die Kerntemperatur des Bratens mit einem Fleischthermometer. Ideal sind 60-65°C für medium rare, 65-70°C für medium und 70-75°C für well done.
  7. Ruhen lassen: Nehmen Sie den Braten aus dem Ofen und lassen Sie ihn zugedeckt (z.B. mit Alufolie) etwa 15-20 Minuten ruhen. So entspannen sich die Fleischfasern und der Saft verteilt sich gleichmäßig.
  8. Soße zubereiten: Während der Braten ruht, können Sie die Soße zubereiten. Gießen Sie den Bratensaft durch ein Sieb und fangen Sie ihn auf. Binden Sie die Soße mit etwas Speisestärke oder Butter und schmecken Sie sie mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Preiselbeerkonfitüre ab.
  9. Anrichten: Schneiden Sie den Hirschbraten in Scheiben und richten Sie ihn mit der Soße und Beilagen Ihrer Wahl an.

Die richtige Temperatur: So gelingt der Braten perfekt

Die richtige Temperatur ist entscheidend für einen zarten und saftigen Hirschbraten. Eine zu hohe Temperatur führt dazu, dass das Fleisch austrocknet, während eine zu niedrige Temperatur die Garzeit unnötig verlängert.

Garstufe Kerntemperatur
Rare 55-60°C
Medium Rare 60-65°C
Medium 65-70°C
Well Done 70-75°C

Verwenden Sie ein Fleischthermometer, um die Kerntemperatur zu überprüfen. Stecken Sie das Thermometer in die dickste Stelle des Bratens, ohne dabei Knochen zu berühren.

Die perfekte Begleitung: Beilagen, die den Hirschbraten veredeln

Ein Hirschbraten ist ein Fest für die Sinne, aber erst die richtigen Beilagen machen ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis. Hier sind einige Ideen, die perfekt zu Hirschbraten passen:

  • Klassische Beilagen: Rotkohl, Rosenkohl, Knödel (Kartoffelknödel, Semmelknödel), Spätzle.
  • Festliche Beilagen: Maronenpüree, Kartoffelgratin, glacierte Karotten, Birnen mit Preiselbeeren.
  • Salate: Feldsalat mit Speckwürfeln und Croutons, Wintersalat mit Nüssen und Orangen.
  • Soßen: Neben der klassischen Bratensoße passen auch Wildpreiselbeersoße, Wacholdersoße oder eine Rotwein-Schokoladensoße hervorragend zum Hirschbraten.

Der Wein zum Hirschbraten: Eine harmonische Verbindung

Die Wahl des richtigen Weins ist entscheidend für ein gelungenes Festtagsmahl. Zu einem kräftigen Hirschbraten passen am besten Rotweine mit Struktur und Charakter. Hier sind einige Empfehlungen:

  • Barolo: Ein italienischer Klassiker mit Aromen von Kirschen, Rosen und Gewürzen.
  • Burgunder: Ein eleganter Rotwein mit feinen Fruchtaromen und einer seidigen Textur.
  • Cabernet Sauvignon: Ein kräftiger Rotwein mit Aromen von schwarzen Johannisbeeren, Zedernholz und Tabak.
  • Merlot: Ein weicherer Rotwein mit Aromen von Pflaumen, Kirschen und Schokolade.

Lassen Sie sich von Ihrem Weinhändler beraten, um den perfekten Wein für Ihren Hirschbraten zu finden.

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FAQ: Ihre Fragen zum Hirschbraten zu Weihnachten beantwortet

Wie lange muss ein Hirschbraten schmoren?

Die Garzeit hängt von der Größe des Bratens und der gewünschten Garstufe ab. Rechnen Sie mit etwa 2-3 Stunden bei 160°C (Ober-/Unterhitze). Überprüfen Sie die Kerntemperatur mit einem Fleischthermometer.

Wie bekomme ich einen Hirschbraten zart?

Durch die richtige Vorbereitung, Marinade und schonendes Schmoren. Wässern Sie das Fleisch, entfernen Sie Sehnen und Silberhaut und lassen Sie es in einer Marinade ziehen. Schmoren Sie den Braten bei niedriger Temperatur und lassen Sie ihn nach dem Garen ruhen.

Kann man Hirschbraten auch im Schnellkochtopf zubereiten?

Ja, das ist möglich. Die Garzeit verkürzt sich dadurch erheblich. Beachten Sie die Herstellerangaben für Ihren Schnellkochtopf.

Welche Gewürze passen gut zu Hirschbraten?

Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Thymian, Rosmarin, Salbei, Zimt, Sternanis.

Kann ich Hirschbraten vorbereiten?

Ja, Sie können den Braten am Vortag marinieren und das Gemüse vorbereiten. Auch die Soße kann im Voraus zubereitet und vor dem Servieren aufgewärmt werden.

Was tun, wenn der Hirschbraten zu trocken ist?

Übergießen Sie ihn mit der Soße oder legen Sie ihn für kurze Zeit in die Soße, um ihn wieder saftiger zu machen. Achten Sie beim nächsten Mal auf die richtige Kerntemperatur und Garzeit.

Kann man Hirschbraten einfrieren?

Ja, Sie können den gebratenen Hirschbraten einfrieren. Lassen Sie ihn vor dem Einfrieren vollständig abkühlen und verpacken Sie ihn luftdicht. Zum Auftauen legen Sie ihn über Nacht in den Kühlschrank.

Was ist der Unterschied zwischen Hirsch und Reh?

Hirschfleisch ist kräftiger und aromatischer als Rehfleisch. Rehe sind kleiner und haben ein zarteres Fleisch.

Welche Soße passt am besten zu Hirschbraten?

Eine klassische Bratensoße, Wildpreiselbeersoße, Wacholdersoße oder eine Rotwein-Schokoladensoße.

Wie lange ist Hirschbraten im Kühlschrank haltbar?

Im Kühlschrank ist Hirschbraten etwa 3-4 Tage haltbar.

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