Der Duft von frisch gebackenen Plätzchen, die Wärme des Ofens, das gemeinsame Verzieren mit Familie und Freunden – Plätzchen backen ist mehr als nur ein Hobby, es ist eine wundervolle Tradition, die Erinnerungen schafft. Für Anfänger mag es zunächst eine Herausforderung sein, aber mit den richtigen Tipps und Tricks gelingt es garantiert! Im Wesentlichen besteht das Plätzchen backen aus dem Zubereiten eines Teigs, dem Ausrollen, Ausstechen oder Formen der Plätzchen und dem anschließenden Backen im Ofen. Klingt einfach? Ist es auch! Lass uns gemeinsam in die zauberhafte Welt des Plätzchenbackens eintauchen.
Das sind die Top 10 beliebtesten Weihnachtsplätzchen Produkte
Die Grundlagen für perfekte Plätzchen
Bevor du mit dem Backen beginnst, ist es wichtig, die Grundlagen zu verstehen. Die Wahl der Zutaten, die richtige Technik und ein gutes Rezept sind entscheidend für das Gelingen deiner Weihnachtsbäckerei. Lass uns die wichtigsten Aspekte genauer betrachten.
Die richtigen Zutaten wählen
Jede Zutat spielt eine wichtige Rolle im Plätzchenteig. Hier eine Übersicht der wichtigsten Zutaten und worauf du achten solltest:
- Mehl: Verwende am besten Weizenmehl Type 405 oder 550. Diese Mehlsorten haben einen geringen Kleberanteil, wodurch die Plätzchen zarter werden. Für glutenfreie Plätzchen eignen sich Mandelmehl, Reismehl oder spezielle glutenfreie Mehlmischungen.
- Butter: Verwende kalte, ungesalzene Butter. Die Butter sollte beim Verarbeiten noch fest sein, damit der Teig nicht zu warm wird. Margarine ist zwar eine Alternative, aber Butter verleiht den Plätzchen einen besseren Geschmack und eine schönere Konsistenz.
- Zucker: Puderzucker eignet sich besonders gut für mürbe Plätzchen, da er sich besser mit der Butter verbindet und eine feinere Textur ergibt. Kristallzucker kann auch verwendet werden, sorgt aber für eine etwas gröbere Struktur.
- Eier: Eier binden die Zutaten und sorgen für die richtige Konsistenz. Verwende Eier der Größe M oder L, je nach Rezept.
- Gewürze: Zimt, Vanille, Nelken, Anis, Kardamom – die Möglichkeiten sind endlos! Experimentiere mit verschiedenen Gewürzen, um deinen Plätzchen eine individuelle Note zu verleihen. Achte auf hochwertige Gewürze, um den besten Geschmack zu erzielen.
- Backtriebmittel: Backpulver oder Natron lockern den Teig auf und sorgen dafür, dass die Plätzchen schön aufgehen. Achte darauf, das richtige Verhältnis zu verwenden, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Die richtige Technik beherrschen
Neben den Zutaten ist die richtige Technik entscheidend für perfekte Plätzchen. Hier sind einige Tipps, die dir helfen werden:
- Butter und Zucker schaumig schlagen: Dieser Schritt ist besonders wichtig für mürbe Plätzchen. Schlage die kalte Butter und den Zucker so lange, bis die Masse hell und schaumig ist. Dadurch wird Luft in den Teig eingearbeitet, was ihn locker und zart macht.
- Mehl nur kurz unterkneten: Knete das Mehl nur so lange unter, bis sich alle Zutaten verbunden haben. Zu langes Kneten entwickelt Gluten, was die Plätzchen zäh machen kann.
- Teig kühl stellen: Wickle den Teig in Frischhaltefolie und stelle ihn für mindestens 30 Minuten, besser noch länger, in den Kühlschrank. Dadurch lässt er sich später besser ausrollen und ausstechen.
- Arbeitsfläche bemehlen: Bemehle deine Arbeitsfläche und das Nudelholz leicht, damit der Teig nicht kleben bleibt. Verwende nicht zu viel Mehl, da die Plätzchen sonst trocken werden können.
- Teig gleichmäßig ausrollen: Rolle den Teig gleichmäßig aus, damit alle Plätzchen die gleiche Dicke haben. Dadurch werden sie auch gleichmäßig gebacken.
- Ofen vorheizen: Heize den Ofen rechtzeitig vor, damit er die richtige Temperatur erreicht hat, wenn du die Plätzchen hineinschiebst.
- Backzeit beachten: Die Backzeit hängt von der Größe und Dicke der Plätzchen ab. Behalte sie gut im Auge und nimm sie aus dem Ofen, sobald sie goldbraun sind.
- Plätzchen abkühlen lassen: Lasse die Plätzchen auf dem Backblech oder einem Kuchengitter abkühlen, bevor du sie verzierst oder lagerst.
Die beliebtesten Plätzchenrezepte für Anfänger
Es gibt unzählige Plätzchenrezepte, aber für Anfänger eignen sich besonders einfache und bewährte Rezepte. Hier sind drei Klassiker, die garantiert gelingen:
Mürbeteigplätzchen
Mürbeteigplätzchen sind der absolute Klassiker und lassen sich wunderbar mit verschiedenen Ausstechern in Form bringen. Hier ist ein einfaches Grundrezept:
Zutaten:
- 250 g Mehl
- 125 g kalte Butter
- 80 g Puderzucker
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- Optional: Vanilleextrakt oder Zitronenabrieb
Zubereitung:
- Mehl, Butter, Puderzucker und Salz in eine Schüssel geben und mit den Händen oder dem Knethaken des Mixers zu einem krümeligen Teig verarbeiten.
- Ei und Vanilleextrakt oder Zitronenabrieb hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und Plätzchen ausstechen.
- Die Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im vorgeheizten Ofen für ca. 10-12 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
- Die Plätzchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und nach Belieben verzieren.
Zimtsterne
Zimtsterne sind ein weiteres beliebtes Plätzchenrezept, das besonders in der Weihnachtszeit nicht fehlen darf. Hier ist ein einfaches Rezept für Anfänger:
Zutaten:
- 250 g gemahlene Mandeln
- 150 g Puderzucker
- 1 Eiweiß
- 1 TL Zimt
- 1 Prise Salz
- Optional: etwas Zitronensaft
Für den Guss:
- 1 Eiweiß
- 150 g Puderzucker
Zubereitung:
- Mandeln, Puderzucker, Eiweiß, Zimt, Salz und Zitronensaft in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig zwischen zwei Frischhaltefolien legen und ca. 5 mm dick ausrollen.
- Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
- Für den Guss Eiweiß und Puderzucker mit dem Mixer steif schlagen.
- Den Guss auf die Sterne streichen.
- Die Sterne im vorgeheizten Ofen bei 150°C Ober-/Unterhitze für ca. 12-15 Minuten backen. Der Guss sollte nicht braun werden.
- Die Sterne auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Vanillekipferl
Vanillekipferl sind zarte, mürbe Plätzchen mit einem feinen Vanillearoma. Hier ist ein einfaches Rezept:
Zutaten:
- 250 g Mehl
- 180 g kalte Butter
- 100 g gemahlene Mandeln
- 80 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Zum Wenden:
- 50 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
Zubereitung:
- Mehl, Butter, Mandeln, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten.
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
- Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Aus dem Teig kleine Rollen formen und diese in ca. 5 cm lange Stücke schneiden.
- Die Stücke zu Kipferl formen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
- Die Kipferl im vorgeheizten Ofen für ca. 10-12 Minuten backen, bis sie leicht goldbraun sind.
- Puderzucker und Vanillezucker mischen.
- Die noch warmen Kipferl in der Zuckermischung wenden und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Plätzchen verzieren: Kreativität kennt keine Grenzen
Das Verzieren der Plätzchen ist der kreative Teil des Backens und macht besonders viel Spaß. Hier sind einige Ideen und Techniken, um deine Plätzchen in kleine Kunstwerke zu verwandeln:
Zuckerguss
Zuckerguss ist die einfachste und vielseitigste Art, Plätzchen zu verzieren. Du kannst ihn in verschiedenen Farben einfärben und mit Spritztüten filigrane Muster auf die Plätzchen zaubern. Hier ist ein einfaches Rezept:
Zutaten:
- 250 g Puderzucker
- 3-4 EL Wasser oder Zitronensaft
- Lebensmittelfarbe (optional)
Zubereitung:
- Puderzucker und Wasser oder Zitronensaft in einer Schüssel verrühren, bis ein glatter Guss entsteht.
- Nach Belieben Lebensmittelfarbe hinzufügen.
- Den Guss in eine Spritztüte füllen und die Plätzchen verzieren.
- Den Guss trocknen lassen.
Schokoladenglasur
Schokoladenglasur verleiht den Plätzchen einen edlen Look und einen köstlichen Geschmack. Du kannst Vollmilch-, Zartbitter- oder weiße Schokolade verwenden. Hier ist eine einfache Anleitung:
Zutaten:
- 200 g Schokolade
- 1 EL Kokosfett
Zubereitung:
- Schokolade und Kokosfett in einem Wasserbad schmelzen.
- Die Plätzchen in die Schokolade tauchen oder mit einem Pinsel bestreichen.
- Die Schokolade fest werden lassen.
Streusel, Zuckerperlen und Co.
Streusel, Zuckerperlen, Schokostreusel und andere Dekorationen sind eine einfache Möglichkeit, Plätzchen aufzupeppen. Sie lassen sich leicht auf den noch feuchten Guss oder die Schokolade streuen und verleihen den Plätzchen einen fröhlichen Look.
Marzipan und Fondant
Marzipan und Fondant sind vielseitige Materialien, mit denen du aufwändige Dekorationen gestalten kannst. Du kannst sie ausrollen, ausstechen, formen und mit Lebensmittelfarbe bemalen. So entstehen individuelle und beeindruckende Plätzchen.
Plätzchen richtig aufbewahren
Damit deine Plätzchen lange frisch und lecker bleiben, ist die richtige Aufbewahrung wichtig. Hier sind einige Tipps:
Das sind die neuesten Weihnachtsplätzchen Produkte
- Kühl und trocken lagern: Bewahre die Plätzchen in einer luftdichten Dose an einem kühlen und trockenen Ort auf.
- Nicht mischen: Lagere verschiedene Sorten von Plätzchen getrennt, da sie sonst Aromen austauschen können.
- Trockene Plätzchen zuerst: Bewahre trockene Plätzchen wie Mürbeteigplätzchen und Zimtsterne separat von feuchten Plätzchen wie Lebkuchen auf.
- Lebkuchen auffrischen: Wenn Lebkuchen trocken geworden sind, kannst du sie mit einem Apfelstück in der Dose wieder auffrischen.
- Lagerzeit: Die meisten Plätzchen sind mehrere Wochen haltbar, wenn sie richtig gelagert werden.
FAQ: Die häufigsten Fragen zum Plätzchen backen
Warum wird mein Plätzchenteig so brüchig?
Ein brüchiger Plätzchenteig kann verschiedene Ursachen haben. Oft liegt es daran, dass zu wenig Flüssigkeit im Teig ist oder dass die Butter zu warm war. Achte darauf, kalte Butter zu verwenden und eventuell etwas mehr Flüssigkeit (z.B. ein Eigelb oder etwas Milch) hinzuzufügen. Auch zu langes Kneten kann dazu führen, dass der Teig brüchig wird, da sich das Gluten im Mehl zu stark entwickelt.
Warum sind meine Plätzchen so hart geworden?
Harte Plätzchen entstehen oft, wenn der Teig zu lange oder bei zu hoher Temperatur gebacken wurde. Achte darauf, die Backzeit genau einzuhalten und die Temperatur gegebenenfalls etwas zu reduzieren. Auch zu viel Mehl im Teig kann dazu führen, dass die Plätzchen hart werden. Verwende am besten ein Küchenwaage, um die Zutaten genau abzuwiegen.
Wie bekomme ich einen besonders mürben Plätzchenteig?
Für einen besonders mürben Plätzchenteig ist es wichtig, kalte Butter zu verwenden und diese mit dem Zucker schaumig zu schlagen. Verwende Puderzucker anstelle von Kristallzucker, da er sich besser mit der Butter verbindet. Knete das Mehl nur kurz unter, um die Glutenentwicklung zu minimieren. Eine Prise Salz verstärkt den Geschmack und sorgt für eine bessere Textur.
Kann ich Plätzchenteig auch vorbereiten und einfrieren?
Ja, Plätzchenteig lässt sich hervorragend vorbereiten und einfrieren. Wickle den Teig gut in Frischhaltefolie ein und lege ihn in einen Gefrierbeutel. Im Gefrierschrank hält sich der Teig bis zu drei Monate. Vor dem Ausrollen solltest du den Teig langsam im Kühlschrank auftauen lassen.
Welche Mehlsorte eignet sich am besten für Plätzchen?
Für die meisten Plätzchenrezepte eignet sich Weizenmehl Type 405 oder 550 am besten. Diese Mehlsorten haben einen geringen Kleberanteil, wodurch die Plätzchen zarter werden. Für glutenfreie Plätzchen kannst du Mandelmehl, Reismehl oder spezielle glutenfreie Mehlmischungen verwenden.
Wie verhindere ich, dass meine Plätzchen beim Backen auseinanderlaufen?
Auseinanderlaufende Plätzchen können verschiedene Ursachen haben. Oft liegt es daran, dass der Teig zu warm ist oder zu viel Fett enthält. Achte darauf, kalte Butter zu verwenden und den Teig vor dem Ausrollen ausreichend zu kühlen. Vermeide es, den Teig zu stark zu bearbeiten, da dies ihn erwärmen kann.
Wie mache ich Zuckerguss in verschiedenen Farben?
Um Zuckerguss in verschiedenen Farben herzustellen, kannst du Lebensmittelfarbe verwenden. Es gibt Lebensmittelfarbe in flüssiger, pastenartiger oder pulverförmiger Form. Pastenartige Farben sind besonders ergiebig und lassen sich gut dosieren. Füge die Farbe tropfenweise zum Zuckerguss hinzu, bis du die gewünschte Farbintensität erreicht hast.
Welche Alternativen gibt es zu Butter im Plätzchenteig?
Als Alternative zu Butter im Plätzchenteig kannst du Margarine oder Pflanzenöl verwenden. Margarine hat einen ähnlichen Fettgehalt wie Butter und kann in den meisten Rezepten problemlos ersetzt werden. Pflanzenöl verleiht den Plätzchen eine etwas andere Textur, kann aber auch eine gute Option sein, insbesondere für vegane Plätzchen.
Wie kann ich verhindern, dass meine Zimtsterne zu hart werden?
Zimtsterne können schnell hart werden, wenn sie zu lange gebacken werden. Achte darauf, die Backzeit genau einzuhalten und die Temperatur nicht zu hoch einzustellen. Der Guss sollte hell bleiben und nicht braun werden. Bewahre die Zimtsterne in einer luftdichten Dose auf, um sie vor dem Austrocknen zu schützen.
Wie lange sind selbstgebackene Plätzchen haltbar?
Selbstgebackene Plätzchen sind in der Regel mehrere Wochen haltbar, wenn sie richtig gelagert werden. Mürbeteigplätzchen und Zimtsterne halten sich am längsten, während feuchte Plätzchen wie Lebkuchen schneller verderben können. Bewahre die Plätzchen in einer luftdichten Dose an einem kühlen und trockenen Ort auf, um ihre Haltbarkeit zu verlängern.