Wie macht man Rehbraten zu Weihnachten?

Wie macht man Rehbraten zu Weihnachten?

Den perfekten Rehbraten für dein Weihnachtsfest zuzubereiten, erfordert Sorgfalt bei der Auswahl des Fleisches, eine geschickte Marinade und das richtige Garen, um ein zartes und aromatisches Ergebnis zu erzielen. Wenn du diese Schritte befolgst, wird dein Festtagsschmaus garantiert ein Erfolg, der deine Gäste beeindrucken wird.

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Die Auswahl des perfekten Rehs für Weihnachten

Für einen festlichen Rehbraten zu Weihnachten greifst du am besten zu einem jungen Reh, auch bekannt als Kitz oder Ricke. Junges Fleisch ist zarter und hat einen feineren Geschmack, der sich hervorragend für Braten eignet. Achte auf eine schöne, tiefrote Farbe und ein festes Fleisch, das nicht matschig wirkt. Die Fettabdeckung sollte gering sein, da Rehfleisch von Natur aus mager ist. Ein erfahrener Metzger kann dich bei der Auswahl des richtigen Stücks beraten. Beliebte Zuschnitte für einen Rehbraten sind die Keule, der Rücken (als Rollbraten oder am Knochen) oder auch die Schulter. Die Keule ist oft das bevorzugte Stück, da sie schön gleichmäßig gegart werden kann und sich gut für die Zubereitung mit Sauce eignet.

Die Kunst der Marinade: Aromen entfalten

Eine gute Marinade ist entscheidend, um dem mageren Rehfleisch Geschmack und Saftigkeit zu verleihen. Die klassische Rotweinmarinade ist ein bewährter Klassiker, aber auch andere Varianten sind köstlich.

  • Klassische Rotweinmarinade: Hierfür benötigst du Rotwein (ein kräftiger Burgunder oder Spätburgunder eignet sich gut), Wurzelgemüse (Karotten, Sellerie, Lauch), Zwiebeln, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Pfefferkörner und Kräuter wie Thymian und Rosmarin. Das Fleisch sollte mindestens 24 Stunden, besser 48 Stunden, in der Marinade ziehen. Wende es dabei regelmäßig.
  • Kräuter- und Honigmarinade: Für eine etwas leichtere, aber dennoch aromatische Variante kannst du frische Kräuter wie Petersilie, Thymian, Salbei und Rosmarin mit Olivenöl, etwas Honig, Zitronensaft, Knoblauch und Senf vermischen. Diese Marinade ist ideal, wenn du das Fleisch nicht so lange marinieren möchtest.
  • Fruchtige Marinade: Eine Marinade aus Preiselbeeren, Orangensaft, etwas Ingwer und den klassischen Gewürzen kann dem Rehbraten eine besondere weihnachtliche Note verleihen.

Wichtiger Hinweis zur Marinade: Entferne das Fleisch vor dem Anbraten sorgfältig aus der Marinade und tupfe es trocken. Dies hilft, eine schöne Kruste zu entwickeln. Die Marinade kannst du für die Zubereitung der Sauce verwenden, sie sollte jedoch vorher abgeseiht und eventuell aufgekocht werden, um eventuelle Bakterien abzutöten.

Das richtige Anbraten: Die Grundlage für eine saftige Kruste

Nach der Marinierzeit ist das Anbraten des Rehs ein entscheidender Schritt für eine appetitliche Kruste und um die Fleischsäfte im Inneren einzuschließen. Nimm das Fleisch aus der Marinade, tupfe es gründlich trocken und würze es von allen Seiten mit Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer. Erhitze ein Bratfett, zum Beispiel Butterschmalz oder hoch erhitzbares Pflanzenöl, in einem schweren Bräter bei starker Hitze. Brate das Rehfleisch von allen Seiten scharf an, bis es eine schöne braune Kruste entwickelt hat. Dies dauert pro Seite etwa 2-3 Minuten. Achte darauf, dass der Bräter nicht überfüllt ist, damit das Fleisch gut anrösten kann und nicht nur kocht.

Das langsame Garen: Zartheit durch Geduld

Rehfleisch profitiert von einer langsamen Garung bei moderaten Temperaturen. Dies sorgt dafür, dass das Fleisch zart und saftig bleibt. Nachdem du das Fleisch scharf angebraten hast, kannst du es nun im Bräter mit der vorbereiteten Sauce oder Bratflüssigkeit weitergaren.

  • Im Bräter auf dem Herd: Gib nach dem Anbraten etwas von der abgeseihten Marinade oder Bratfond zum Fleisch in den Bräter. Reduziere die Hitze auf niedrig, decke den Bräter gut ab und lasse den Braten für etwa 1,5 bis 2,5 Stunden schmoren. Die genaue Garzeit hängt von der Größe und dem Zuschnitt des Fleisches ab. Wende den Braten während des Garens gelegentlich.
  • Im Backofen: Eine noch gleichmäßigere Garung erzielst du im Backofen. Heize den Ofen auf etwa 140-160°C Ober-/Unterhitze vor. Gib das angebratene Fleisch mit der Bratflüssigkeit in den Bräter, decke ihn gut ab und gare ihn für 1,5 bis 2,5 Stunden.

Garprobe: Um den Gargrad zu überprüfen, stichst du mit einem Fleischthermometer in die dickste Stelle des Bratens (ohne den Knochen zu berühren). Für ein rosa bis medium-gegartes Rehfleisch sollte die Kerntemperatur zwischen 60°C und 65°C liegen. Wenn du es durchgegart bevorzugst, strebe eine Temperatur von 70°C an, bedenke aber, dass das Fleisch dann trockener werden kann.

Die Zubereitung der Beilagen: Perfekte Begleiter für den Rehbraten

Kein Festtagsbraten ist komplett ohne die passenden Beilagen. Zu einem Rehbraten passen traditionelle weihnachtliche Komponenten hervorragend.

  • Rotkohl: Selbstgemachter Rotkohl ist ein Muss. Mit Äpfeln, Zwiebeln, Essig und Gewürzen wie Nelken und Zimt zubereitet, bildet er einen süß-säuerlichen Kontrast zum herzhaften Braten.
  • Klöße oder Kartoffelknödel: Ob klassische Kartoffelklöße, Semmelknödel oder Kartoffelplätzchen – sie sind die idealen Saugwerkzeuge für die köstliche Bratensauce.
  • Maronen: Gekochte oder gebratene Maronen verleihen dem Mahl eine edle und saisonale Note.
  • Rosenkohl: Leicht angedünsteter oder überbackener Rosenkohl rundet das Gericht mit seiner leicht herben Note ab.
  • Preiselbeeren: Eine kleine Schale Preiselbeeren oder eine Preiselbeer-Kompott servieren, um die fruchtige Komponente zu unterstreichen.

Die perfekte Bratensauce: Das i-Tüpfelchen

Die Sauce ist oft das Herzstück eines jeden Bratengerichts. Sie wird idealerweise aus dem Bratensatz und der Marinade hergestellt.

  • Basis schaffen: Gieße nach dem Herausnehmen des Bratens den Bratensatz in ein feines Sieb und fange die Flüssigkeit auf. Das Gemüse, das im Bräter verblieben ist (falls vorhanden), kannst du nun gegebenenfalls noch etwas anrösten.
  • Ablöschen und Einkochen: Lösche den Bräter mit der abgeseihten Marinade, zusätzlichem Rotwein oder Wildfond ab. Lasse die Flüssigkeit einkochen, um den Geschmack zu intensivieren.
  • Binden und Verfeinern: Die Sauce kann mit etwas Speisestärke, angerührt mit kaltem Wasser oder Wein, gebunden werden. Für eine sämigere Konsistenz kannst du auch etwas kalte Butter einrühren (montieren). Mit Salz, Pfeffer und eventuell einer Prise Zucker abschmecken.

Tipps für das Gelingen und Variationen

Ruhezeit: Nach dem Garen sollte der Rehbraten unbedingt ruhen. Wickle ihn locker in Alufolie und lasse ihn mindestens 15-20 Minuten ruhen, bevor du ihn anschneidest. So können sich die Fleischsäfte verteilen und das Fleisch bleibt saftiger.

Fleischthermometer: Ein zuverlässiges Fleischthermometer ist Gold wert, um den perfekten Gargrad zu treffen.

Portionierung: Schneide den Braten gegen die Faser in Scheiben. Dies macht das Fleisch zarter.

Variationen: Für eine festlichere Note kannst du dem Braten beim Garen klein geschnittene Äpfel und Birnen sowie getrocknete Aprikosen hinzufügen.

Aspekt Empfehlung Details
Fleischwahl Junges Rehfleisch (Kitz, Ricke) Zarter, feiner Geschmack, geringer Fettanteil. Bevorzuge Keule oder Rücken.
Marinierzeit 24-48 Stunden Rotwein, Wurzelgemüse, Gewürze, Kräuter. Sorgt für Geschmack und Zartheit.
Garmethode Langsam bei moderater Hitze (140-160°C) Im Bräter auf dem Herd oder im Backofen. Kerntemperatur 60-65°C für rosa.
Beilagen Klassisch weihnachtlich Rotkohl, Klöße, Maronen, Rosenkohl, Preiselbeeren.
Ruhezeit Mindestens 15-20 Minuten Nach dem Garen, in Alufolie wickeln. Wichtig für Saftigkeit.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Wie macht man Rehbraten zu Weihnachten?

Wie lange muss ein Rehbraten marinieren?

Ein Rehbraten sollte idealerweise 24 bis 48 Stunden in der Marinade ziehen. Je länger die Marinierzeit, desto intensiver werden Geschmack und Zartheit des Fleisches, besonders bei magerem Rehfleisch.

Kann ich Rehfleisch auch durchgegart essen?

Ja, du kannst Rehfleisch auch durchgegart essen, bis zu einer Kerntemperatur von etwa 70°C. Allerdings wird das Fleisch bei dieser Temperatur tendenziell trockener. Für die beste Zartheit und Saftigkeit wird eine Kerntemperatur von 60-65°C (medium-rosa) empfohlen.

Was sind die besten Beilagen zu Rehbraten?

Traditionelle und beliebte Beilagen zu Rehbraten sind Rotkohl, Kartoffelklöße oder Semmelknödel, Maronen, Rosenkohl und eine Schale Preiselbeeren. Diese passen geschmacklich hervorragend zum Wildgeschmack des Bratens.

Kann ich Rehbraten einfrieren?

Ja, Rehbraten lässt sich gut einfrieren, sowohl roh als auch gegart. Achte darauf, das Fleisch gut zu verpacken, um Gefrierbrand zu vermeiden. Eingefrorener Rehbraten hält sich im Gefrierschrank mehrere Monate.

Welche Gewürze passen gut zu Rehbraten?

Klassische Gewürze für Rehbraten sind Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Thymian, Rosmarin, schwarze Pfefferkörner und Nelken. Auch Piment, ein Hauch von Zimt oder Muskat können in der Marinade oder Sauce eine interessante Note geben.

Wie erkenne ich, ob der Rehbraten gar ist?

Am besten verwendest du ein Fleischthermometer. Stecke es in die dickste Stelle des Bratens, ohne den Knochen zu berühren. Für ein rosa Ergebnis sind 60-65°C ideal, für durchgegartes Fleisch etwa 70°C.

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