Seit wann gibt es Adventskalender?

Seit wann gibt es Adventskalender?

Die Tradition des Adventskalenders, so wie wir sie heute kennen, hat ihre Wurzeln im 19. Jahrhundert. Genauer gesagt, lässt sich der Brauch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts im protestantischen Deutschland zurückverfolgen.

Die Vorweihnachtszeit ist eine ganz besondere Zeit. Eine Zeit der Erwartung, der Besinnlichkeit und der Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Und was könnte diese Zeit schöner versüßen als ein Adventskalender? Hinter jedem Türchen verbirgt sich eine kleine Überraschung, die uns den Tag verschönert und die Zeit bis Weihnachten verkürzt. Doch woher kommt dieser schöne Brauch eigentlich? Seit wann gibt es den Adventskalender und wie hat er sich im Laufe der Zeit entwickelt? Tauchen wir ein in die faszinierende Geschichte des Adventskalenders!

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Die Ursprünge des Adventskalenders: Von religiösen Wurzeln zu ersten Formen

Die Geschichte des Adventskalenders beginnt nicht mit Schokolade und bunten Bildern, sondern mit religiösen Bräuchen. Im 19. Jahrhundert, besonders in protestantischen Familien, suchte man nach Wegen, Kindern die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen und die Bedeutung des Advents zu vermitteln. Der Advent, abgeleitet vom lateinischen „adventus“ (Ankunft), ist die Zeit der Vorbereitung auf die Ankunft Jesu Christi.

Frühe Formen des Adventskalenders waren oft sehr schlicht. Es wurden beispielsweise 24 Bilder mit religiösen Motiven an die Wand gehängt oder 24 Kreidestriche an die Tür gemalt, von denen die Kinder jeden Tag einen wegwischen durften. Auch das Aufhängen von 24 Säckchen oder das Anzünden von 24 Kerzen waren gängige Praktiken.

Religiöse Symbole und ihre Bedeutung

In den frühen Adventskalendern spielten religiöse Symbole eine zentrale Rolle. Bilder von Engeln, Krippenspielen, Sternen und natürlich Jesuskind schmückten die Kalender und erinnerten an die wahre Bedeutung von Weihnachten. Diese Symbole sollten den Kindern die biblische Geschichte näherbringen und die Vorfreude auf die Geburt Jesu wecken.

Erste gedruckte Adventskalender

Die ersten gedruckten Adventskalender entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts. Einer der Pioniere war Gerhard Lang, ein Buchdrucker aus Maulbronn. Er erinnerte sich an seine eigene Kindheit, in der seine Mutter ihm in der Adventszeit 24 „Wibele“ (kleine Oblaten) auf einen Karton klebte, von denen er jeden Tag einen essen durfte. Diese Erinnerung inspirierte ihn, einen gedruckten Adventskalender zu entwickeln.

Im Jahr 1908 brachte Gerhard Lang zusammen mit seinem Geschäftspartner Georg Härtel den ersten gedruckten Adventskalender auf den Markt. Dieser bestand aus zwei Bögen: einem Bogen mit 24 Bildern und einem Bogen zum Aufkleben. Die Kinder konnten jeden Tag ein Bild ausschneiden und auf den entsprechenden Tag aufkleben. Der Kalender trug den Titel „Im Lande des Christkinds“.

Die Entwicklung des Adventskalenders im 20. Jahrhundert: Von Bildern zu Schokolade

Die Adventskalender von Gerhard Lang waren ein großer Erfolg und wurden in den folgenden Jahren weiterentwickelt. Er experimentierte mit verschiedenen Formaten und Inhalten. So gab es Kalender mit kleinen Versen oder Sprüchen hinter den Türchen. Auch die ersten Kalender mit Türchen, die man öffnen konnte, kamen auf den Markt.

Die Kommerzialisierung des Adventskalenders

In den 1920er Jahren begann die Kommerzialisierung des Adventskalenders. Immer mehr Verlage und Unternehmen erkannten das Potenzial dieses Produkts und brachten eigene Adventskalender auf den Markt. Die Motive wurden vielfältiger und reichten von religiösen Darstellungen über Märchenmotive bis hin zu winterlichen Landschaften.

Der Adventskalender in der Zeit des Nationalsozialismus

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden religiöse Motive in Adventskalendern zunehmend durch weltliche und propagandistische Darstellungen ersetzt. Weihnachtliche Symbole wurden umgedeutet und in den Dienst der nationalsozialistischen Ideologie gestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Adventskalender jedoch eine Renaissance und kehrte zu seinen ursprünglichen Wurzeln zurück.

Der Siegeszug der Schokolade

In den 1950er Jahren begann der Siegeszug der Schokoladen-Adventskalender. Die ersten Kalender mit Schokoladenstückchen hinter den Türchen kamen auf den Markt und erfreuten sich großer Beliebtheit. Schokolade wurde zum Inbegriff des Adventskalenders und ist bis heute die beliebteste Füllung.

Der Adventskalender heute: Vielfalt und Individualisierung

Heute ist der Adventskalender vielfältiger denn je. Neben den klassischen Schokoladen-Adventskalendern gibt es eine riesige Auswahl an Kalendern mit Spielzeug, Kosmetik, Tee, Gewürzen, kleinen Geschenken und vielem mehr. Auch selbstgemachte Adventskalender erfreuen sich großer Beliebtheit.

Personalisierte Adventskalender

Ein besonderer Trend sind personalisierte Adventskalender. Hier kann man die Füllung individuell zusammenstellen und den Kalender mit eigenen Fotos oder Namen versehen. Personalisierte Adventskalender sind eine tolle Geschenkidee und zeigen dem Beschenkten, dass man sich Gedanken gemacht hat.

DIY-Adventskalender: Kreativität und Individualität

Wer es besonders persönlich mag, kann seinen Adventskalender selber basteln. Die Möglichkeiten sind endlos: Ob aus Papier, Stoff, Holz oder anderen Materialien – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. DIY-Adventskalender sind eine tolle Möglichkeit, seine Kreativität auszuleben und dem Beschenkten eine ganz besondere Freude zu bereiten.

Nachhaltige Adventskalender

In Zeiten des wachsenden Umweltbewusstseins werden auch nachhaltige Adventskalender immer beliebter. Diese Kalender verzichten auf unnötige Plastikverpackungen und enthalten stattdessen umweltfreundliche Produkte oder Gutscheine für gemeinsame Erlebnisse.

Adventskalender für Erwachsene: Mehr als nur Schokolade

Längst sind Adventskalender nicht mehr nur etwas für Kinder. Auch Erwachsene erfreuen sich an der täglichen Überraschung und der Vorfreude auf Weihnachten. Es gibt eine große Auswahl an Adventskalendern speziell für Erwachsene, die mit hochwertigen Produkten wie Kosmetik, Tee, Kaffee, Gin, Bier oder erotischen Artikeln gefüllt sind.

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Adventskalender als Marketinginstrument

Auch Unternehmen haben das Potenzial von Adventskalendern erkannt und nutzen sie als Marketinginstrument. Sie bieten Adventskalender mit ihren Produkten an oder verlosen sie in Gewinnspielen. Adventskalender sind eine tolle Möglichkeit, die Kundenbindung zu stärken und die Vorfreude auf Weihnachten zu nutzen.

Die Magie des Adventskalenders: Mehr als nur ein Geschenk

Der Adventskalender ist mehr als nur ein Geschenk. Er ist ein Symbol für die Vorfreude, die Besinnlichkeit und die Traditionen, die mit der Weihnachtszeit verbunden sind. Er erinnert uns daran, dass die schönste Zeit des Jahres vor der Tür steht und dass es sich lohnt, die kleinen Dinge im Leben zu genießen.

Ob selbstgebastelt, gekauft, mit Schokolade oder kleinen Geschenken gefüllt – der Adventskalender ist ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit und bringt Freude in unser Leben. Er ist ein Zeichen der Liebe, der Wertschätzung und der Verbundenheit mit unseren Liebsten.

FAQ – Häufige Fragen zum Thema Adventskalender

Warum feiern wir Advent?

Der Advent ist die Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, die Ankunft Jesu Christi. Er beginnt mit dem ersten Adventssonntag und umfasst die vier Sonntage vor Weihnachten.

Was bedeutet das Wort „Advent“?

Das Wort „Advent“ stammt vom lateinischen „adventus“ und bedeutet „Ankunft“. Es bezeichnet die Ankunft Jesu Christi.

Wie viele Türchen hat ein Adventskalender?

Ein traditioneller Adventskalender hat 24 Türchen, eines für jeden Tag vom 1. Dezember bis zum 24. Dezember (Heiligabend).

Was war der erste Adventskalender?

Der erste gedruckte Adventskalender wurde 1908 von Gerhard Lang und Georg Härtel unter dem Titel „Im Lande des Christkinds“ veröffentlicht.

Seit wann gibt es Adventskalender mit Schokolade?

Die ersten Adventskalender mit Schokolade kamen in den 1950er Jahren auf den Markt.

Gibt es auch Adventskalender für Erwachsene?

Ja, es gibt eine große Auswahl an Adventskalendern speziell für Erwachsene, die mit hochwertigen Produkten wie Kosmetik, Tee, Kaffee, Gin, Bier oder erotischen Artikeln gefüllt sind.

Kann man Adventskalender selber basteln?

Ja, Adventskalender selber basteln ist sehr beliebt. Die Möglichkeiten sind endlos und bieten viel Raum für Kreativität und Individualität.

Was sind nachhaltige Adventskalender?

Nachhaltige Adventskalender verzichten auf unnötige Plastikverpackungen und enthalten stattdessen umweltfreundliche Produkte oder Gutscheine für gemeinsame Erlebnisse.

Was kosten Adventskalender?

Die Preise für Adventskalender variieren stark je nach Inhalt, Marke und Ausführung. Es gibt günstige Schokoladen-Adventskalender, aber auch sehr teure Luxus-Adventskalender.

Wo kann man Adventskalender kaufen?

Adventskalender sind in vielen Geschäften erhältlich, darunter Supermärkte, Drogerien, Spielzeugläden, Kaufhäuser und Online-Shops.

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