Wie macht man vegane Weihnachtsplätzchen?

Wie macht man vegane Weihnachtsplätzchen?

Vegane Weihnachtsplätzchen zu backen ist einfacher als du denkst und steht traditionellen Varianten in Geschmack und Textur in nichts nach. Du kannst ganz ohne tierische Produkte wie Butter, Eier oder Milch köstliche und festliche Leckereien zaubern, die deine Liebsten begeistern werden.

Das sind die beliebtesten Vegane Plätzchenbuch Produkte

Grundlagen und Alternativen in der veganen Weihnachtsbäckerei

Das Herzstück vieler klassischer Plätzchenrezepte bilden Butter und Eier. In der veganen Küche gibt es jedoch hervorragende Alternativen, die für die richtige Konsistenz und den Geschmack sorgen. Für die Fettkomponente, die für Mürbteig und Saftigkeit unerlässlich ist, greifst du am besten zu hochwertigen pflanzlichen Margarinen, Kokosöl (raffiniert für neutrale Geschmacksrichtung) oder Nussölen wie Sonnenblumen- oder Rapsöl. Achte bei Margarine auf einen hohen Fettgehalt, ähnlich wie bei Butter.

Eier übernehmen in Backwaren oft Bindefunktionen, sorgen für Lockerheit und Feuchtigkeit. Vegane Ei-Alternativen sind vielfältig:

  • Apfelmus: Etwa 60-70 Gramm Apfelmus ersetzen ein Ei und verleihen gleichzeitig eine leichte Süße und Feuchtigkeit. Ideal für feuchte Teige wie bei Brownies oder Muffins, aber auch für manche Plätzchensorten.
  • Bananenpüree: Eine halbe zerdrückte Banane pro Ei. Verleiht eine fruchtige Note und Süße, was den Zuckerbedarf etwas reduzieren kann. Funktioniert gut bei kräftigeren Aromen.
  • Leinsamen- oder Chiasamen-Ei: Ein Esslöffel gemahlene Leinsamen oder Chiasamen gemischt mit drei Esslöffeln Wasser, lässt die Mischung quellen. Nach etwa 5-10 Minuten entsteht eine gelartige Masse, die als Bindemittel dient. Dies ist eine sehr neutrale und effektive Option für die meisten Plätzchenrezepte.
  • Seidentofu: Für sehr cremige Teige kann pürierter Seidentofu verwendet werden, der eine leichte Bindung und Feuchtigkeit bietet.
  • Kichererbsenwasser (Aquafaba): Das Wasser aus der Dose Kichererbsen kann aufgeschlagen werden und ähnelt in seiner Funktion geschlagenem Eiweiß, ist aber eher für Baiser oder luftige Gebäcke geeignet. Für klassische Weihnachtsplätzchen ist es meist weniger relevant.
  • Fertige Ei-Ersatzprodukte: Es gibt kommerzielle Produkte auf Basis von Stärke oder anderen pflanzlichen Zutaten, die nach Packungsanleitung verwendet werden können.

Auch Milchprodukte wie Kuhmilch lassen sich problemlos ersetzen. Pflanzliche Milchalternativen wie Mandel-, Soja-, Hafer- oder Kokosmilch sind universell einsetzbar und beeinflussen den Geschmack je nach Sorte nur geringfügig. Für Buttercreme oder Füllungen eignen sich vegane Sahne-Alternativen auf Soja-, Kokos- oder Haferbasis.

Beliebte vegane Weihnachtsplätzchensorten und ihre Zubereitung

Viele klassische Plätzchen lassen sich mit geringfügigen Anpassungen veganisieren. Hier sind einige Favoriten:

Vanillekipferl vegan

Vanillekipferl leben von ihrer Zartheit und dem feinen Vanillearoma. Für die vegane Variante ersetzt du Butter durch eine gute pflanzliche Margarine oder Kokosöl.

  • Zutaten: 250g Weizenmehl, 100g gemahlene Mandeln, 70g Puderzucker, 1 Teelöffel Vanilleextrakt, 150g kalte vegane Margarine oder Kokosöl (fest), eine Prise Salz. Für die Deko: Puderzucker und Vanillezucker zum Wälzen.
  • Zubereitung: Alle trockenen Zutaten vermischen. Kalte vegane Margarine oder Kokosöl in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Schnell zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Dann den Teig ausrollen (ca. 0,5 cm dick) und mit einem Ausstecher oder Messer Kipferl formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei 170°C Ober-/Unterhitze ca. 10-12 Minuten goldbraun backen. Noch warm vorsichtig in der Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker wälzen.

Zimtsterne vegan

Zimtsterne sind ein Muss zur Weihnachtszeit und ihr charakteristischer Zimtgeschmack lässt sich hervorragend vegan umsetzen. Der Schlüssel liegt in der richtigen Konsistenz des Teiges und der Glasur.

  • Zutaten: 200g gemahlene Mandeln, 100g Puderzucker, 2 Teelöffel Zimt, 1 Teelöffel gemahlene Nelken, 100g Puderzucker für die Glasur, 2-3 Esslöffel pflanzliche Milch (z.B. Mandelmilch), für die Bindung ca. 50-70 ml Aquafaba (Kichererbsenwasser).
  • Zubereitung: Für den Teig Mandeln, Puderzucker, Zimt und Nelken vermischen. Nach und nach das geschlagene Aquafaba dazugeben, bis ein formbarer Teig entsteht. Nicht zu lange kneten, sonst wird der Teig klebrig. Den Teig auf einer mit Puderzucker bestreuten Fläche ca. 0,5 cm dick ausrollen. Mit Stern-Ausstechern ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Für die Glasur den Puderzucker mit der pflanzlichen Milch und etwas mehr Aquafaba verrühren, bis eine dickflüssige, aber streichfähige Masse entsteht. Die Sterne mit der Glasur bestreichen und trocknen lassen. Bei 170°C Ober-/Unterhitze nur sehr kurz backen, etwa 5-7 Minuten, damit die Glasur nicht braun wird und die Sterne weich bleiben.

Schokoladenplätzchen vegan

Schokoladenplätzchen sind bei Groß und Klein beliebt. Mit Kakaopulver und einer guten veganen Schokolade lassen sich intensiven Schokoladengeschmack zaubern.

  • Zutaten: 250g Weizenmehl, 50g ungesüßtes Kakaopulver, 1 Teelöffel Backpulver, 150g vegane Margarine oder Kokosöl (fest), 100g Zucker, 50ml pflanzliche Milch (z.B. Hafermilch), 1 Teelöffel Vanilleextrakt, eine Prise Salz. Optional: Vegane Schokodrops.
  • Zubereitung: Mehl, Kakao, Backpulver, Salz und Zucker in einer Schüssel vermischen. Die kalte Margarine oder das feste Kokosöl in kleinen Stücken dazugeben und zu Streuseln verarbeiten. Dann pflanzliche Milch und Vanilleextrakt hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig verkneten. Falls gewünscht, vegane Schokodrops unterkneten. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig ausrollen (ca. 0,5 cm dick) und mit beliebigen Ausstechern formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 8-10 Minuten backen. Nach dem Abkühlen nach Belieben verzieren.

Die Rolle von Fett und Bindemitteln in veganem Plätzchenteig

Fett ist entscheidend für die Textur von Plätzchen. Es sorgt für Zartheit und Mürbheit, indem es die Glutenbildung im Mehl hemmt. Vegane Margarinen, Kokosöl oder Nussöle erfüllen diese Funktion genauso gut wie Butter. Die Wahl des Fettes kann den Geschmack beeinflussen: Kokosöl kann eine subtile Kokosnote verleihen, während neutrale Öle oder Margarinen geschmacksneutraler sind. Achte auf die Konsistenz des Fettes – für Mürbteige ist festes, kaltes Fett am besten, da es sich besser verteilen lässt und für eine zartere Krume sorgt.

Bindemittel sind in veganen Rezepten besonders wichtig, da Eier fehlen. Das bereits erwähnte Leinsamen- oder Chiasamen-Ei ist eine universelle und bewährte Methode. Es bildet eine gelartige Struktur, die die anderen Zutaten zusammenhält. Die Menge an Flüssigkeit muss oft leicht angepasst werden, da die Bindemittel Flüssigkeit aufnehmen.

Zucker und Süßungsmittel in der veganen Weihnachtsbäckerei

Neben raffiniertem Zucker gibt es auch im veganen Bereich eine Reihe von Süßungsmitteln. Feiner Rohrzucker, Kokosblütenzucker oder Dattelsirup können als Alternativen dienen. Bei der Verwendung von Zuckeralternativen wie Dattelsirup ist zu beachten, dass diese oft mehr Feuchtigkeit in den Teig bringen und auch eine intensivere Farbe bewirken können. Feiner Puderzucker, der zum Bestäuben oder für Glasuren verwendet wird, ist in der Regel vegan. Achte darauf, dass der verwendete Puderzucker keine tierischen Bestandteile enthält (was bei industriell hergestelltem Puderzucker nicht immer der Fall ist, prüfe die Zutatenliste).

Tipps für das Gelingen deiner veganen Weihnachtsplätzchen

Damit deine veganen Plätzchen perfekt gelingen, beachte folgende Punkte:

  • Kühle Zutaten: Verwende für Mürbteige wie Vanillekipferl oder Butterplätzchen kalte Margarine oder Kokosöl. Das sorgt für eine mürbere Textur.
  • Nicht zu lange kneten: Ein überkneteter Teig entwickelt zu viel Gluten, was die Plätzchen zäh macht. Verknete die Zutaten nur so lange, bis sie sich gerade eben verbunden haben.
  • Teig ruhen lassen: Das Kühlen des Teiges ist unerlässlich. Es festigt das Fett, beruhigt das Gluten und erleichtert das Ausrollen, ohne dass der Teig reißt oder schmilzt.
  • Genau abwiegen: Besonders bei veganen Rezepten ist das genaue Abwiegen der Zutaten wichtig, da die Eigenschaften der alternativen Bindemittel und Fette variieren können.
  • Ofentemperatur und Backzeit: Achte auf die richtige Ofentemperatur. Vegane Plätzchen können manchmal schneller bräunen als herkömmliche, behalte sie also gut im Auge.
  • Abkühlen lassen: Lasse die Plätzchen vollständig auf dem Blech oder einem Kuchengitter abkühlen, bevor du sie verzierst oder stapelst. Heiße Plätzchen brechen leicht.

Die Dekoration veganer Weihnachtsplätzchen

Die Dekoration ist ein wichtiger Teil des Plätzchenbackens und auch hier gibt es zahlreiche vegane Möglichkeiten.

  • Vegane Zuckerguss: Mische Puderzucker mit etwas pflanzlicher Milch (Mandel-, Hafer- oder Sojamilch) zu einer dickflüssigen Masse. Für bunte Glasuren verwende natürliche Lebensmittelfarben auf Basis von Pflanzenextrakten.
  • Schokoladenglasur: Zerlasse vegane Zartbitterschokolade im Wasserbad und tauche die abgekühlten Plätzchen darin ein. Verziere sie anschließend mit gehackten Nüssen, Kokosraspeln oder veganen Streuseln.
  • Fruchtgelees und Marmeladen: Verwende vegane Marmeladen oder Fruchtgelees als Füllung für Linzer Plätzchen oder als Kleber für verzierte Kekse.
  • Nüsse und Kerne: Gehackte Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse oder Kerne eignen sich hervorragend als Verzierung, besonders bei schokoladigen oder nussigen Plätzchen.
  • Kokosraspeln: Für eine winterliche Optik eignen sich Kokosraspeln wunderbar.

Häufige Herausforderungen und Lösungen bei veganen Plätzchen

Manche Bäcker stoßen bei der Umstellung auf vegane Plätzchen auf spezifische Probleme. Hier sind einige der häufigsten und wie du sie löst:

  • Brüchiger Teig: Wenn dein Teig zu bröchig ist und sich nicht gut ausrollen lässt, fehlt ihm möglicherweise etwas Feuchtigkeit oder Fett. Gib schrittweise einen weiteren Teelöffel pflanzliche Milch oder etwas mehr Margarine/Öl hinzu, bis der Teig formbar ist.
  • Klebriger Teig: Ist der Teig zu klebrig, kann es helfen, ihn gut zu kühlen oder esslöffelweise etwas mehr Mehl hinzuzufügen, bis er sich gut verarbeiten lässt.
  • Plätzchen zerlaufen: Wenn deine Plätzchen beim Backen ihre Form verlieren, könnte das an zu weichem Fett oder zu wenig Mehl liegen. Stelle sicher, dass das Fett gut gekühlt ist und die Teigkonsistenz stimmt. Eventuell muss die Backzeit etwas verkürzt werden, damit die Plätzchen nicht zu weich werden.
Aspekt Beschreibung Vegane Alternativen Einfluss auf das Ergebnis
Fettquelle Butter Vegane Margarine, Kokosöl (raffiniert), neutrale Pflanzenöle (Sonnenblumen, Raps) Textur (Mürbheit, Zartheit), Geschmack (neutral bis leicht nussig/kokosartig)
Bindemittel Ei Leinsamen-Ei, Chiasamen-Ei, Apfelmus, Bananenpüree Bindung, Feuchtigkeit, Lockerheit, leichte Geschmacksnoten (Frucht)
Flüssigkeit Kuhmilch Pflanzliche Milch (Mandel, Soja, Hafer, Kokos) Feuchtigkeit, Geschmack (leicht nussig, getreidig)
Süßungsmittel Raffinierter Zucker Rohrzucker (vegan), Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Dattelsirup Süße, Farbe, Feuchtigkeit, leicht veränderte Textur
Verzierung Eiweißspritzglasur, Schokoladenglasur (mit Milchprodukten) Zuckerguss mit pflanzlicher Milch, vegane Schokolade, natürliche Farbstoffe Optik, Geschmack, Konsistenz der Oberfläche

Das sind die neuesten Vegane Plätzchenbuch Produkte mit der besten Bewertung

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Wie macht man vegane Weihnachtsplätzchen?

Sind vegane Weihnachtsplätzchen immer gesund?

Vegane Weihnachtsplätzchen sind nicht per se gesünder als ihre traditionellen Pendants, da sie immer noch Zucker, Fett und Mehl enthalten. Sie sind jedoch frei von tierischen Produkten und können eine gute Option für Menschen mit Laktoseintoleranz oder für diejenigen sein, die eine pflanzliche Ernährungsweise verfolgen. Der Nährwert hängt stark von den verwendeten Zutaten ab; Vollkornmehl, Nüsse und weniger Zucker können den gesundheitlichen Aspekt verbessern.

Kann ich jedes Rezept für vegane Plätzchen verwenden?

Viele klassische Plätzchenrezepte lassen sich mit den genannten veganen Alternativen erfolgreich umwandeln. Besonders Mürbteigplätzchen wie Butterplätzchen, Vanillekipferl oder Zimtsterne sind gut geeignet. Bei Rezepten, die stark auf die spezifischen Backeigenschaften von Eiern angewiesen sind (z.B. sehr luftige Baiser), kann die Umwandlung etwas anspruchsvoller sein.

Wie lagere ich vegane Weihnachtsplätzchen?

Vegane Weihnachtsplätzchen lassen sich ähnlich wie herkömmliche Plätzchen lagern. Bewahre sie in gut schließenden Dosen bei Raumtemperatur auf. Achte darauf, dass die Plätzchen vollständig abgekühlt sind, bevor du sie verpackst, um Feuchtigkeitsbildung zu vermeiden. Gut gelagerte Plätzchen halten sich in der Regel mehrere Wochen.

Wie ersetze ich Butter am besten?

Für Mürbteige sind kalte, feste vegane Margarinen oder raffiniertes Kokosöl ideal, da sie eine ähnliche Konsistenz wie Butter haben und für eine zarte Textur sorgen. Wenn du einen neutralen Geschmack bevorzugst, wähle eine hochwertige Margarine ohne Buttergeschmack. Kokosöl kann eine leichte Kokosnote mitbringen, die aber oft gut zum Weihnachtsgebäck passt.

Mein veganer Teig ist zu trocken, was tun?

Wenn dein veganer Teig zu trocken und bröckelig ist, liegt es wahrscheinlich an zu wenig Feuchtigkeit. Füge schrittweise etwas mehr pflanzliche Milch (Löffel für Löffel) oder ein wenig mehr flüssiges Öl hinzu, bis der Teig gerade so zusammenhält und sich gut formen lässt. Vermeide es, zu viel Flüssigkeit auf einmal hinzuzufügen, da der Teig sonst klebrig werden kann.

Brauche ich spezielle Zutaten für vegane Weihnachtsplätzchen?

Nicht unbedingt. Viele vegane Alternativen wie pflanzliche Milch, Margarine, Apfelmus oder Leinsamen sind mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich. Spezielle Ei-Ersatzprodukte oder Aquafaba sind ebenfalls verfügbar, aber oft nicht zwingend notwendig, wenn du auf natürliche Alternativen zurückgreifst.

★★★★★ ★★★★★
Bewertungen: 4.9 / 5. 557