Wie kocht man klassische Weihnachtsbeilagen?

Wie kocht man klassische Weihnachtsbeilagen?

Die Zubereitung klassischer Weihnachtsbeilagen ist einfacher als gedacht! Mit unseren bewährten Rezepten und Tipps gelingen Rotkohl, Klöße, Rosenkohl und Co. garantiert und verzaubern dein Festtagsmenü in ein unvergessliches Geschmackserlebnis. Lass dich inspirieren und entdecke die Freude am traditionellen Weihnachtskochen!

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Die Magie klassischer Weihnachtsbeilagen: Mehr als nur eine Ergänzung

Weihnachten, das Fest der Liebe und der kulinarischen Genüsse, steht vor der Tür. Während der Braten oft im Mittelpunkt steht, sind es die liebevoll zubereiteten Beilagen, die das Weihnachtsmahl erst zu einem unvergesslichen Festessen machen. Sie sind mehr als nur eine Ergänzung – sie sind ein Ausdruck von Tradition, Wärme und Geborgenheit.

Denke an den Duft von würzigem Rotkohl, der langsam im Topf schmort, oder an die buttrigen Aromen von zartem Rosenkohl. Stell dir vor, wie die fluffigen Klöße auf der Zunge zergehen und die herzhafte Soße perfekt ergänzen. Diese Bilder wecken nicht nur Erinnerungen, sondern auch die Vorfreude auf ein Festessen, das alle Sinne berührt.

In diesem Artikel entführen wir dich in die Welt der klassischen Weihnachtsbeilagen. Wir zeigen dir, wie du diese traditionellen Gerichte mit einfachen Rezepten und wertvollen Tipps selbst zubereiten kannst. Egal, ob du ein erfahrener Koch oder ein ambitionierter Anfänger bist, mit unseren Anleitungen gelingt dir ein Festtagsmenü, das deine Familie und Freunde begeistern wird.

Rotkohl: Der Klassiker in Perfektion

Rotkohl, auch Blaukraut genannt, ist ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Weihnachtsmenüs. Seine leicht süßliche und würzige Note harmoniert hervorragend mit Braten, Geflügel oder Wild. Die Zubereitung mag auf den ersten Blick aufwendig erscheinen, ist aber mit unserem Rezept ganz einfach.

Zutaten für den perfekten Rotkohl:

  • 1 Kopf Rotkohl (ca. 1 kg)
  • 1-2 Zwiebeln
  • 1-2 Äpfel (z.B. Boskop)
  • 2 EL Öl oder Gänseschmalz
  • 100 ml Rotwein oder Apfelessig
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 2-3 EL Zucker oder Honig
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • 3-4 Wacholderbeeren
  • 1-2 Gewürznelken
  • Salz, Pfeffer
  • Optional: Johannisbeergelee, Preiselbeeren

Zubereitung Schritt für Schritt:

  1. Den Rotkohl putzen, äußere Blätter entfernen und vierteln. Den Strunk herausschneiden und den Kohl in feine Streifen schneiden oder hobeln.
  2. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  3. Öl oder Gänseschmalz in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln darin glasig andünsten.
  4. Rotkohl und Äpfel hinzufügen und kurz mitdünsten.
  5. Mit Rotwein oder Apfelessig ablöschen und kurz einkochen lassen.
  6. Gemüsebrühe, Zucker oder Honig, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Gewürznelken hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Den Rotkohl zugedeckt bei niedriger Hitze ca. 60-90 Minuten schmoren lassen, bis er weich ist. Dabei gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Flüssigkeit hinzufügen.
  8. Vor dem Servieren die Lorbeerblätter und Gewürznelken entfernen. Nach Belieben mit Johannisbeergelee oder Preiselbeeren verfeinern.

Geheimtipp: Ein Schuss Balsamico-Essig kurz vor dem Servieren verleiht dem Rotkohl eine besondere Note. Auch ein Stück Speck, das mitgeschmort wird, sorgt für zusätzlichen Geschmack.

Klöße: Der weiche Kern des Weihnachtsmahls

Klöße, Knödel oder Kartoffelbälle – je nach Region haben sie unterschiedliche Namen, aber eines ist sicher: Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil vieler Weihnachtsmenüs. Selbstgemachte Klöße sind ein wahrer Genuss und gar nicht so schwer zuzubereiten.

Zutaten für selbstgemachte Klöße:

  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • 250 g Kartoffelstärke
  • Salz, Muskatnuss
  • Optional: Brotwürfel, geröstete Zwiebeln

Zubereitung Schritt für Schritt:

  1. Kartoffeln schälen, kochen und noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken oder fein stampfen.
  2. Die Kartoffelmasse etwas abkühlen lassen.
  3. Kartoffelstärke, Salz und Muskatnuss hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten.
  4. Mit bemehlten Händen aus dem Teig Klöße formen.
  5. Optional: In die Mitte jedes Kloßes einige Brotwürfel oder geröstete Zwiebeln geben.
  6. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Klöße vorsichtig ins kochende Wasser geben und ca. 20-25 Minuten ziehen lassen (nicht kochen!), bis sie an die Oberfläche steigen.
  7. Die Klöße mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

Tipp: Für eine besonders feine Konsistenz kannst du die Kartoffeln einen Tag vorher kochen und durch die Kartoffelpresse drücken. So haben sie Zeit, auszukühlen und überschüssige Feuchtigkeit zu verlieren.

Rosenkohl: Vom unbeliebten Gemüse zum Festtagsstar

Rosenkohl galt lange Zeit als unbeliebtes Gemüse, doch mit der richtigen Zubereitung kann er zu einer echten Delikatesse werden. Sein leicht bitterer Geschmack passt hervorragend zu deftigen Gerichten und verleiht dem Weihnachtsmenü eine frische Note.

Zutaten für köstlichen Rosenkohl:

  • 1 kg Rosenkohl
  • 2 EL Öl oder Butter
  • 1 Zwiebel
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
  • Optional: Speckwürfel, geröstete Mandeln, Balsamico-Essig

Zubereitung Schritt für Schritt:

  1. Den Rosenkohl putzen, äußere Blätter entfernen und den Strunk kreuzweise einschneiden.
  2. In einem Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Den Rosenkohl darin ca. 5-7 Minuten blanchieren.
  3. Den Rosenkohl abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken.
  4. Öl oder Butter in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln fein würfeln und darin glasig andünsten.
  5. Den Rosenkohl hinzufügen und kurz mitbraten.
  6. Mit Gemüsebrühe ablöschen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
  7. Den Rosenkohl zugedeckt ca. 10-15 Minuten schmoren lassen, bis er weich ist.
  8. Optional: Speckwürfel in einer separaten Pfanne knusprig braten und über den Rosenkohl geben. Mit gerösteten Mandeln und einem Schuss Balsamico-Essig verfeinern.

Variante: Rosenkohl lässt sich auch hervorragend im Ofen zubereiten. Dazu den Rosenkohl mit Öl, Salz und Pfeffer vermischen und auf einem Backblech verteilen. Bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 20-25 Minuten backen, bis er leicht gebräunt ist.

Weitere köstliche Beilagen für dein Weihnachtsmenü

Neben den Klassikern gibt es noch viele weitere köstliche Beilagen, die dein Weihnachtsmenü bereichern können. Hier sind einige Inspirationen:

  • Bratapfel: Mit Marzipan, Nüssen und Rosinen gefüllte Bratäpfel sind ein süßer Genuss und passen perfekt zu herzhaften Gerichten.
  • Apfelmus: Selbstgemachtes Apfelmus ist eine fruchtige Ergänzung zu Braten, Geflügel oder Klößen.
  • Preiselbeeren: Preiselbeeren aus dem Glas oder selbstgemacht sind eine säuerliche Komponente, die besonders gut zu Wildgerichten passt.
  • Maronen: Geröstete Maronen sind ein winterlicher Genuss und können als Beilage oder als Zutat für Füllungen verwendet werden.
  • Kartoffelgratin: Ein cremiger Kartoffelgratin ist eine sättigende Beilage, die besonders gut zu Fleischgerichten passt.
  • Speckbohnen: Grüne Bohnen, umwickelt mit Speck, sind eine herzhafte Beilage, die einfach zuzubereiten ist.

Die perfekte Soße: Das i-Tüpfelchen für dein Festtagsmenü

Eine köstliche Soße ist das i-Tüpfelchen für jedes Weihnachtsmenü. Sie rundet den Geschmack der Gerichte ab und sorgt für ein harmonisches Gesamtbild. Hier sind einige Tipps für die Zubereitung der perfekten Soße:

  • Grundlage: Verwende für die Soße am besten den Bratensatz oder Geflügelfond.
  • Anbraten: Brate Gemüse wie Zwiebeln, Karotten und Sellerie in der Pfanne an, um Röstaromen zu erzeugen.
  • Ablöschen: Lösche den Bratensatz mit Rotwein oder Brühe ab und lasse ihn einkochen.
  • Verfeinern: Verfeinere die Soße mit Gewürzen, Kräutern, Sahne oder Butter.
  • Passieren: Passiere die Soße durch ein Sieb, um eine feine Konsistenz zu erhalten.

Rezept-Idee: Eine einfache, aber köstliche Soße gelingt dir mit dem Bratensatz von deinem Braten. Füge etwas Rotwein, Gemüsebrühe und Gewürze hinzu und lasse die Soße einkochen, bis sie die gewünschte Konsistenz hat. Verfeinere sie mit einem Schuss Sahne oder Butter.

Tipps für eine stressfreie Weihnachtsküche

Damit die Zubereitung des Weihnachtsmenüs nicht zum Stressfaktor wird, ist eine gute Planung das A und O. Hier sind einige Tipps, die dir helfen, die Festtage entspannt zu genießen:

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  • Rezeptauswahl: Wähle Rezepte aus, die du gut kennst und die nicht zu kompliziert sind.
  • Einkaufsliste: Erstelle eine detaillierte Einkaufsliste und erledige den Einkauf rechtzeitig.
  • Vorbereitung: Bereite so viel wie möglich im Voraus vor. Rotkohl, Klöße und Soßen können gut einen Tag vorher zubereitet werden.
  • Arbeitsplan: Erstelle einen Arbeitsplan, in dem du festlegst, wann du welche Aufgabe erledigen möchtest.
  • Hilfe annehmen: Scheue dich nicht, Hilfe von Familie und Freunden anzunehmen.

Wichtig: Vergiss nicht, auch Pausen einzulegen und die Vorfreude auf das Fest zu genießen! Mit guter Planung und Organisation wird das Weihnachtskochen zu einem schönen Erlebnis.

FAQ – Häufige Fragen zu klassischen Weihnachtsbeilagen

Wie bereite ich Rotkohl so zu, dass er nicht blau wird?

Um zu verhindern, dass Rotkohl blau wird, kannst du während des Kochens etwas Säure hinzufügen. Ein Schuss Essig (z.B. Apfelessig oder Balsamico) oder etwas Zitronensaft helfen, die rote Farbe zu erhalten. Auch ein Apfel im Rotkohl kann helfen.

Wie mache ich Klöße besonders locker und fluffig?

Für besonders lockere und fluffige Klöße ist es wichtig, mehlig kochende Kartoffeln zu verwenden. Die Kartoffeln sollten nach dem Kochen gut auskühlen, bevor sie zu einem Teig verarbeitet werden. Kartoffelstärke sorgt für die nötige Bindung und eine leichte Konsistenz. Achte darauf, den Teig nicht zu lange zu kneten, da er sonst zäh werden kann.

Kann ich Rotkohl auch im Schnellkochtopf zubereiten?

Ja, Rotkohl lässt sich auch im Schnellkochtopf zubereiten. Dadurch verkürzt sich die Garzeit erheblich. Gib alle Zutaten in den Schnellkochtopf und gare den Rotkohl je nach Größe des Kohls etwa 15-20 Minuten auf hoher Stufe. Beachte die Herstellerangaben für deinen Schnellkochtopf.

Wie kann ich Rosenkohl bitteren Geschmack vermeiden?

Um den bitteren Geschmack von Rosenkohl zu mildern, ist es wichtig, ihn vor dem Kochen zu blanchieren. Blanchiere den Rosenkohl etwa 3-5 Minuten in kochendem Salzwasser und schrecke ihn anschließend mit Eiswasser ab. So behält er seine grüne Farbe und verliert einen Teil seiner Bitterstoffe. Achte darauf, den Rosenkohl nicht zu lange zu kochen, da er sonst matschig wird.

Kann ich Klöße auch einfrieren?

Ja, Klöße lassen sich gut einfrieren. Lasse die Klöße nach dem Kochen vollständig abkühlen und friere sie dann portionsweise ein. Zum Auftauen kannst du die Klöße entweder über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen oder sie direkt in kochendes Salzwasser geben. Lass sie darin ziehen, bis sie warm sind.

Welche Gewürze passen besonders gut zu Weihnachtsbeilagen?

Typische Gewürze für Weihnachtsbeilagen sind Lorbeerblätter, Wacholderbeeren, Gewürznelken, Muskatnuss, Zimt und Piment. Diese Gewürze verleihen den Gerichten eine warme und festliche Note.

Wie kann ich Soße ohne Mehlschwitze andicken?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Soße ohne Mehlschwitze anzudicken. Du kannst die Soße einfach einkochen lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz hat. Auch ein Schuss Sahne oder Crème fraîche kann die Soße andicken. Eine weitere Möglichkeit ist, etwas Kartoffelstärke oder Maisstärke mit kaltem Wasser anzurühren und die Mischung in die kochende Soße zu geben.

Kann ich Weihnachtsbeilagen auch vegetarisch oder vegan zubereiten?

Ja, viele klassische Weihnachtsbeilagen lassen sich problemlos vegetarisch oder vegan zubereiten. Verwende statt Gänseschmalz pflanzliches Öl oder Margarine. Für die Klöße kannst du statt Butter Margarine verwenden. Achte darauf, Gemüsebrühe ohne tierische Zusätze zu verwenden. Anstatt Speckwürfel kannst du Räuchertofu oder geräucherten Paprika für eine herzhafte Note verwenden.

Wie lange sind selbstgemachte Weihnachtsbeilagen haltbar?

Selbstgemachte Weihnachtsbeilagen sind im Kühlschrank in der Regel 2-3 Tage haltbar. Achte darauf, die Gerichte gut verschlossen aufzubewahren.

Welche Beilage passt am besten zu welchem Gericht?

Das ist natürlich Geschmackssache, aber hier sind ein paar Vorschläge: Zu Braten passen Rotkohl, Klöße und Soße. Zu Geflügel passen Rosenkohl, Kartoffelgratin und Apfelmus. Zu Wildgerichten passen Preiselbeeren, Maronen und Speckbohnen.

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