Die Zubereitung von Wildbraten zu Weihnachten ist eine wunderbare Möglichkeit, ein festliches und unvergessliches Mahl zu zaubern. Mit der richtigen Vorbereitung, Marinade, Garzeit und den passenden Beilagen wird Ihr Wildbraten zum Highlight des Weihnachtsfestes. Dieser Ratgeber führt Sie Schritt für Schritt durch den Prozess, von der Auswahl des richtigen Wildfleisches bis hin zum Servieren eines perfekt zubereiteten Bratens, der Ihre Familie und Gäste begeistern wird.
Weihnachten ist die Zeit der Traditionen, der Familie und natürlich des guten Essens. Was könnte festlicher sein, als ein saftiger, aromatischer Wildbraten, der den Duft von Wald und Winter in Ihr Zuhause bringt? Doch die Zubereitung eines Wildbratens kann eine Herausforderung sein. Keine Sorge, mit unseren Tipps und Tricks gelingt Ihnen ein Wildbraten, der alle Erwartungen übertrifft und Ihre Liebsten in festliche Stimmung versetzt.
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Die Wahl des richtigen Wildfleisches
Die Grundlage für einen gelungenen Wildbraten ist die Qualität des Fleisches. Ob Reh, Hirsch, Wildschwein oder Hase – jedes Wildtier hat seinen eigenen, einzigartigen Geschmack. Achten Sie beim Kauf auf folgende Punkte:
- Herkunft: Bevorzugen Sie Wild aus der Region. Kurze Transportwege garantieren Frische und unterstützen lokale Jäger und Anbieter.
- Aussehen: Das Fleisch sollte eine kräftige, natürliche Farbe haben und nicht grau oder bräunlich verfärbt sein. Es sollte fest und elastisch sein, nicht schmierig oder trocken.
- Geruch: Frisches Wildfleisch hat einen angenehmen, leicht wildartigen Geruch. Ein säuerlicher oder unangenehmer Geruch ist ein Zeichen für mangelnde Frische.
- Reife: Wildfleisch sollte idealerweise abgehangen sein. Fragen Sie Ihren Metzger nach der Reifezeit. Abgehangenes Fleisch ist zarter und aromatischer.
Beliebte Wildarten für den Weihnachtsbraten:
- Reh: Rehfleisch ist zart, mild und hat einen feinen Wildgeschmack. Es eignet sich besonders gut für Braten, die nicht zu lange geschmort werden müssen.
- Hirsch: Hirschfleisch ist etwas kräftiger im Geschmack als Reh und hat eine schöne, dunkle Farbe. Es ist ideal für festliche Braten mit kräftigen Saucen.
- Wildschwein: Wildschweinfleisch ist würzig und aromatisch. Es eignet sich hervorragend für deftige Braten mit Wurzelgemüse und Rotwein.
- Hase: Hasenfleisch ist sehr zart und hat einen delikaten Geschmack. Es ist eine besondere Delikatesse für festliche Anlässe.
Welches Teilstück ist das Richtige?
Nicht jedes Teilstück vom Wild eignet sich gleich gut für einen Braten. Hier ein Überblick:
- Keule: Die Keule ist das klassische Bratenstück. Sie ist saftig, aromatisch und eignet sich für alle Wildarten.
- Rücken: Der Rücken ist das edelste Teilstück. Er ist besonders zart und mager, aber auch etwas teurer.
- Blatt: Das Blatt ist ein preiswerteres Teilstück, das sich gut für Schmorgerichte eignet. Es ist etwas durchwachsener und benötigt eine längere Garzeit.
Die Vorbereitung des Wildbratens
Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend für den Erfolg Ihres Wildbratens. Hier sind die wichtigsten Schritte:
- Parieren: Entfernen Sie überschüssiges Fett, Sehnen und Silberhaut vom Fleisch. Das erleichtert das Bräunen und sorgt für ein zarteres Ergebnis.
- Marinieren: Das Marinieren des Wildbratens ist optional, kann aber den Geschmack intensivieren und das Fleisch zarter machen.
- Anbraten: Das Anbraten des Fleisches sorgt für eine schöne Kruste und Röstaromen.
- Schmoren: Das Schmoren bei niedriger Temperatur macht das Fleisch besonders zart und saftig.
Die perfekte Marinade für Wildbraten
Eine gute Marinade kann Wunder wirken und den Wildgeschmack verfeinern. Hier sind einige Ideen für köstliche Marinaden:
- Klassische Rotweinmarinade: Rotwein, Wurzelgemüse (Karotten, Sellerie, Zwiebeln), Wacholderbeeren, Pfefferkörner, Lorbeerblatt, Knoblauch, Öl.
- Fruchtige Preiselbeermarinade: Preiselbeeren (frisch oder aus dem Glas), Rotwein, Balsamico-Essig, Honig, Senf, Rosmarin, Thymian.
- Würzige Wacholdermarinade: Wacholderbeeren (zerstoßen), Gin oder Wodka, Zitronenschale, Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Olivenöl.
Zubereitung der Marinade:
- Gemüse putzen und grob schneiden.
- Alle Zutaten in einem Topf erhitzen und kurz aufkochen lassen.
- Abkühlen lassen und über den Wildbraten gießen.
- Braten abgedeckt im Kühlschrank mindestens 24 Stunden marinieren lassen, dabei mehrmals wenden.
Tipp: Verwenden Sie einen Gefrierbeutel, um den Braten zu marinieren. So ist er vollständig von der Marinade bedeckt und kann im Kühlschrank platzsparend aufbewahrt werden.
Das Anbraten des Wildbratens
Das Anbraten des Wildbratens ist ein wichtiger Schritt, um eine schöne Kruste und Röstaromen zu erzeugen. So geht’s:
- Braten aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. Marinade aufbewahren!
- Öl oder Butterschmalz in einem Bräter erhitzen.
- Braten von allen Seiten scharf anbraten, bis er eine schöne braune Farbe hat.
- Braten aus dem Bräter nehmen und beiseite stellen.
Das Schmoren des Wildbratens
Das Schmoren bei niedriger Temperatur macht das Fleisch besonders zart und saftig. So geht’s:
- Braten wieder in den Bräter geben.
- Das Gemüse aus der Marinade (oder frisches Wurzelgemüse) um den Braten verteilen.
- Mit der Marinade (oder Rotwein und Wildfond) ablöschen.
- Gewürze (Wacholderbeeren, Lorbeerblatt, Pfefferkörner) hinzufügen.
- Braten abgedeckt im vorgeheizten Ofen bei 160-180°C schmoren lassen.
Garzeit: Die Garzeit hängt von der Größe des Bratens und der Wildart ab. Als Faustregel gilt:
- Rehkeule: ca. 2-2,5 Stunden
- Hirschkeule: ca. 2,5-3 Stunden
- Wildschweinkeule: ca. 3-4 Stunden
Kerntemperatur: Die Kerntemperatur ist ein guter Indikator für den Garzustand des Bratens. Verwenden Sie ein Fleischthermometer, um die Kerntemperatur zu messen.
Empfohlene Kerntemperaturen:
- Reh: 60-62°C (rosa), 65-68°C (medium), 70-72°C (durchgegart)
- Hirsch: 60-62°C (rosa), 65-68°C (medium), 70-72°C (durchgegart)
- Wildschwein: 70-72°C (durchgegart)
Tipp: Übergießen Sie den Braten während des Schmorens regelmäßig mit dem Bratensaft. So bleibt er saftig und aromatisch.
Die perfekte Sauce zum Wildbraten
Eine köstliche Sauce rundet den Wildbraten perfekt ab. Hier sind einige Ideen:
- Klassische Wildsauce: Bratensaft, Rotwein, Wildfond, Preiselbeeren, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt, Pfefferkörner, Sahne, Speisestärke (zum Binden).
- Preiselbeersauce: Bratensaft, Preiselbeeren (frisch oder aus dem Glas), Rotwein, Balsamico-Essig, Honig, Butter.
- Pilzrahmsauce: Bratensaft, frische Pilze (z.B. Pfifferlinge, Steinpilze), Sahne, Weißwein, Knoblauch, Petersilie.
Zubereitung der Sauce:
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- Braten aus dem Bräter nehmen und warm stellen.
- Bratensaft durch ein Sieb passieren.
- Je nach Sauce die gewünschten Zutaten hinzufügen und aufkochen lassen.
- Mit Speisestärke oder Butter binden, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat.
- Mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zucker abschmecken.
Ruhezeit für den Wildbraten
Nach dem Schmoren sollte der Braten vor dem Anschneiden ruhen, damit sich die Fleischsäfte verteilen können. So bleibt er saftig und zart.
Ruhezeit:
- Braten aus dem Ofen nehmen und mit Alufolie abdecken.
- Ca. 15-20 Minuten ruhen lassen.
Das Anschneiden und Servieren des Wildbratens
Schneiden Sie den Braten quer zur Faser auf, um ihn zart zu halten. Richten Sie die Scheiben auf einer vorgewärmten Platte an und übergießen Sie sie mit der Sauce.
Beilagen:
- Kartoffelknödel
- Semmelknödel
- Rotkohl
- Rosenkohl
- Preiselbeeren
- Birnen mit Preiselbeeren
- Maronen
Weitere Tipps und Tricks für den perfekten Wildbraten
- Wildfond selbst zubereiten: Aus Wildknochen, Gemüse und Gewürzen können Sie einen köstlichen Wildfond selbst zubereiten. Er verleiht der Sauce einen intensiven Geschmack.
- Braten mit Speck belegen: Das Belegen des Bratens mit Speckscheiben sorgt für zusätzliche Saftigkeit und Geschmack.
- Kräuterzweige mitbraten: Rosmarin, Thymian oder Salbei verleihen dem Braten ein feines Aroma.
- Braten vor dem Anbraten salzen und pfeffern: So kann das Fleisch die Gewürze besser aufnehmen.
- Mit einem Küchengarn binden: Das Zusammenbinden des Bratens sorgt für eine gleichmäßige Form und ein schönes Aussehen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Zubereitung von Wildbraten
Welche Wildart eignet sich am besten für einen Weihnachtsbraten?
Die Wahl der Wildart hängt vom persönlichen Geschmack ab. Reh ist zart und mild, Hirsch etwas kräftiger und Wildschwein würzig. Probieren Sie aus, was Ihnen am besten schmeckt!
Wie lange muss Wildbraten schmoren?
Die Garzeit hängt von der Größe des Bratens und der Wildart ab. Als Faustregel gilt: Rehkeule ca. 2-2,5 Stunden, Hirschkeule ca. 2,5-3 Stunden, Wildschweinkeule ca. 3-4 Stunden.
Wie erkenne ich, ob der Wildbraten gar ist?
Am besten verwenden Sie ein Fleischthermometer und messen die Kerntemperatur. Die empfohlene Kerntemperatur für Reh und Hirsch beträgt 60-62°C (rosa), 65-68°C (medium), 70-72°C (durchgegart). Wildschwein sollte immer durchgegart sein (70-72°C).
Kann ich Wildbraten auch im Schnellkochtopf zubereiten?
Ja, das ist möglich. Die Garzeit verkürzt sich dadurch erheblich. Beachten Sie die Herstellerangaben für Ihren Schnellkochtopf und passen Sie die Garzeit entsprechend an.
Wie mache ich die Sauce zum Wildbraten besonders lecker?
Verwenden Sie einen selbstgemachten Wildfond, frische Kräuter und hochwertige Zutaten. Abschmecken ist das A und O! Experimentieren Sie mit Preiselbeeren, Wacholderbeeren oder einem Schuss Gin.
Was passt als Beilage zu Wildbraten?
Klassische Beilagen sind Kartoffelknödel, Semmelknödel, Rotkohl, Rosenkohl, Preiselbeeren und Birnen mit Preiselbeeren.
Kann ich Wildbraten auch vorbereiten?
Ja, Sie können den Braten am Vortag marinieren und am nächsten Tag schmoren. Die Sauce können Sie ebenfalls am Vortag zubereiten.
Wie lagere ich Wildbraten richtig?
Gekochten Wildbraten im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 2-3 Tagen verzehren. Die Sauce separat aufbewahren.
Kann ich Wildbraten einfrieren?
Ja, Sie können gekochten Wildbraten einfrieren. Wickeln Sie ihn gut in Frischhaltefolie und Alufolie ein und frieren Sie ihn portionsweise ein. Im Gefrierschrank ist er ca. 3 Monate haltbar.
Was mache ich mit übrig gebliebenem Wildbraten?
Übrig gebliebenen Wildbraten können Sie für Wildragout, Wildgulasch oder als Belag für Brot und Brötchen verwenden.